Andrea Schröder-Ritzrau: Klima- und Artenschutz – eine überaus drängende, gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Klima- und Umweltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Die bunte Runde mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze, der Klimaphysikerin Lisa Stadtherr und der Abiturientin Anne Rheinberger, zu der die SPD-Landtagskandidatin Andrea Schröder-Ritzrau und ihr Zweitkandidat Jaric Krumpholz aus dem Wahlkreis Wiesloch eingeladen hatten, setzte individuelle Schlaglichter.   

 

 

Schulze machte deutlich, dass Klima- und Artenschutz eine überaus drängende, gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Wie erhalten wir unsere biologische Vielfalt?
„Die großen Veränderungen durch den Klimawandel auch bei uns in Deutschland mit heißen Sommern, Dürren und mehr Extremwetterereignissen müssten dem Letzten klar machen, dass wir alle was tun müssen,“ rief sie auf, gemeinsam gegenzusteuern und nicht die letzte Chance zu vertun. Es sei eine Querschnittsaufgabe für alle Ministerien und auf allen Ebenen. Klimaschutz muss sozial und für jeden und jede erreichbar sein und kann nur gelingen mit neuer Mobilität, CO2 neutralem Bauen und einer Industrie, die zügig in die Klimaneutralität steuere sowie ein stärkeres Umdenken in der Landwirtschaft, so Schulze.

Lisa Stadtherr, Mitarbeiterin bei der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg, gab Einblick in die praktischen Projekte wie Einführung von Umweltmanagement und Klimaschutz. Sie habe besonders die Wirksamkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen im Fokus. Vom Wissen konkret zum Handeln zu kommen, sei hierbei besonders wichtig. Sie gab Einblicke aus ihrer Studie „Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung am Beispiel der Metropolregion“.
Die Kommunen sind die zentralen Akteure der Anpassung an den Klimawandel. Handlungsbedarf und innovative Ansätze wurden durch die Umfrage von Stadtherr und Kollegen herausgearbeitet. Tatsächlich ist die Ausstattung mit Klimamanagern in den Kommunen deutlich ausbaufähig. Mehr als die Hälfte der Kommunen in der Metropolregion haben noch keine Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung getroffen. Begrünung, Wärmedämmung, Siedlungsentwicklung und Klimafunktionskarten sind zum Teil implementiert, Gesundheitsmaßnahmen sind allerdings noch ganz untergeordnet in Betracht gezogen. Diese haben aber ein großes Potential und sind meist auch mit geringeren Investitionen verbunden, aber für die Menschen sehr wichtig.

„Es muss Pflichtaufgabe werden und die personelle und finanzielle Unterstützung müssen durch das Land langfristig gesichert sein,“ sah Schröder-Ritzrau hier ganz deutlich Bedarf, die Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe mit einer institutionalisierten Förderung zu unterstützen.

Die Verwaltungen müssen Klimaanpassung zur Querschnittsaufgabe über alle Ressorts machen. Das könne man mit Klimaschutzmanagern anstoßen, so Schulze, die sich sehr über den Abruf ihres Programms dazu freute.  Das Programm werde fortgeführt, es müssen aber insbesondere auch mit dem Bauministerium verzahnt werden. Sie sah außerdem Bedarf, Beratungsstellen auf unterschiedlichen Ebenen für die Kommunen anzubieten.

Brandaktuell wurde auch die angekündigte Klage der EU-Kommission diskutiert. Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verpflichtet Deutschland, Schutzgebiete auszuweisen, um natürliche Lebensräume und wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten oder wiederherzustellen. Für jedes Gebiet müssen bestimmte Ziele zum Schutz der Arten und Lebensräume festgelegt werden. Die Umsetzung der Ausweisung von Schutzgebieten und vor allem Definition von Zielen sei in Deutschland extrem heterogen und auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt.  Diesen Weckruf der EU, wie Schulze die angekündigte Klage bezeichnete, wolle sie mit den Kolleg:innen der Länder diskutieren.

Mit Anne Rheinberger, die 2020 Abitur unter erschwerten Bedingungen gemacht hat und im Sommer ein Praktikum in einer Seehundsaufzuchtstation machen wird, und Jaric Krumpholz, Zweitkandidat zur Landtagswahl und bei Fridays for Future Wiesloch engagiert, kamen auch zwei junge Menschen zum Thema zu Wort und schilderten ihre Beweggründe sich im Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu engagieren.

Viele weitere Themen wurden diskutiert und die Veranstaltung ist auf dem YouTube Kanal der Landtagskandidatin unter folgendem Link https://www.youtube.com/watch?v=2UyPnzJZ_kc nachzuhören.

Text und Foto: Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, Landtagskandidatin 2021 WK37, Stellv. Kreisvorsitzende SPD Rhein-Neckar ([email protected])
www.andrea.schroeder-ritzrau.de

 

Veröffentlicht am 22. Februar 2021, 12:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=289035 

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