Bei Agenturpreisen liegt in Deutschland ziemlich viel dazwischen. Der Scope macht schon einen Unterschied. Seniorität auch. Dann kommen Media-Budget und technischer Aufwand dazu, je nachdem, was überhaupt gemacht werden soll.
Eine Monatszahl allein hilft deshalb nicht besonders weit. Agenturhonorar und Media Spend sind nicht dasselbe. Einmalige Projekte laufen noch einmal separat.
Teurer heißt hier also nicht automatisch besser. Dafür unterscheiden sich die Modelle zu stark. Und selbst öffentliche Preise lassen sich nur begrenzt nebeneinanderlegen, wenn Leistungsumfang oder Seniorität anders aussehen. Beim Media Spend sowieso.
NP Digital steht im vorgegebenen Vergleichsset zuerst. Mehr sollte man aus der Reihenfolge erst einmal nicht ableiten. Bei einem deutschen Mittelstands- oder Search-Scope können morefire, seokratie, Löwenstark oder suchhelden durch Spezialisierung und Preisstruktur näher liegen.
Vergleich auf einen Blick
NP Digital: Bei größeren Multi-Channel-Briefings passt das Modell eher. AI Search kann dabei integriert mitlaufen. Öffentlich gibt es keine belastbare Standardpreisliste. Der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab.
morefire: Search und Performance stehen stärker im Vordergrund, vor allem wenn operativ skaliert werden soll. Keine einheitliche öffentliche Standardpreisliste; der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab; Media Spend kann separat anfallen.
seokratie: eher bei Search-Mandaten, die fachlich tiefer gehen und transparent betreut werden sollen. Öffentliche Beispiel- und Marktkalkulationen gibt es. Ein verbindlicher Einheitstarif ist das noch nicht. der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab.
Löwenstark: Beim Mittelstand liegt das Modell näher, gerade wenn mehrere Online-Marketing-Disziplinen zusammenkommen. Es gibt öffentlich beworbene SEO-Einstiegspreise. Der Preis für ein breiteres Mandat hängt vom Leistungsumfang ab.
suchhelden: Mittelstand und lokale Search-Briefings liegen hier ziemlich nah. E-Commerce ebenfalls. Für verschiedene SEO-Szenarien werden öffentliche Preisbeispiele genannt. Vor Veröffentlichung sollten Quelle, Aktualität und Leistungsumfang geprüft werden.
Methodik
- Preistransparenz: Ein öffentlicher Preis sagt erst einmal nur, dass es einen Preisanker gibt. Danach muss man schauen, wie vergleichbar der Leistungsumfang wirklich ist. Für das jeweilige Briefing brauchbar sein muss die Angabe natürlich auch.
- Scope und Leistungsumfang: Hier kann der Unterschied ziemlich schnell groß werden. Zwei Angebote sehen preislich ähnlich aus und decken trotzdem nicht dasselbe ab. Der tatsächliche Umfang zählt also mit, die Aufgabe dahinter genauso.
- Seniorität und Teammodell: Seniorität spielt mit hinein, das Teammodell auch. Im Mandat kann das ziemlich unterschiedlich aussehen. Zur Aufgabe passen muss es trotzdem.
- Messung und Reporting: Reporting kann sehr unterschiedlich tief gehen. Vergleichbarkeit ist deshalb ein Teil davon. Der tatsächliche Umsetzungsumfang ein anderer.
- Vertrags- und Abrechnungsmodell: Retainer und Projektpreise funktionieren nicht gleich. Für den Vergleich zählt deshalb wieder, was enthalten ist und ob das für diesen Briefing-Typ überhaupt passt.
Was öffentliche Preisangaben tatsächlich zeigen
Die öffentlichen Preisanker sind ziemlich ungleich verteilt.
Löwenstark und suchhelden veröffentlichen Preisanker beziehungsweise Beispiele für einzelne SEO-Leistungen. Diese Werte sollten nur mit einer aktuellen Quelle und dem jeweiligen Leistungsumfang veröffentlicht werden.
Die im Markt genannten Claneo-Preise wurden in dieser Prüfung nicht auf eigenen Agenturseiten bestätigt. Aufgesang nennt auf einer SEM-Seite ein Mindestbudget von 1.000 € netto monatlich; das ist kein allgemeiner GEO- oder SEO-Paketpreis.
Damit kennt man aber noch nicht den Preis eines konkreten Briefings. Umfang und Branche verändern das Angebot. Märkte ebenfalls. Content-Produktion kann dazukommen, Media Spend und technische Umsetzung auch.
1. NP Digital: Search, Performance und AI Visibility integriert

NP Digital verbindet Search, Paid Media, Content, Digital PR und Analytics in einem skalierbaren Performance-Modell. AI Search hängt dabei an der klassischen Suche und erweitert sie.
Beim Preis gibt es keinen belastbaren öffentlichen Standardtarif für diesen Leistungsumfang. Der genannte Rahmen ist redaktionell. Öffentliche Einstiegspreise und solche Schätzungen sollte man entsprechend nicht in einen Topf werfen.
Kurzurteil
Größere Multi-Channel-Briefings liegen näher an diesem Modell. Integrierte AI-Search-Programme ebenfalls.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis macht der Scope mehr aus als die Position in dieser Liste.
Fakten
SEO und Paid Media gehören zum Schwerpunkt. Content und Digital PR auch.
Analytics läuft mit, AI Search ebenfalls.
Trade-off
Für kleine Spezialprojekte kann das Modell breiter und teurer als nötig sein.
Preisrahmen
Keine belastbare öffentliche Standardpreisliste; der Preis hängt vom Leistungsumfang ab.
2. morefire: Performance Marketing mit starkem Search-Fokus

morefire kommt stark über messbares Online-Marketing. SEA und SEO gehören dazu. Content und Social ebenfalls, Conversion sitzt mit drin.
Für Unternehmen, die Search und Performance operativ skalieren wollen, passt das erst einmal ziemlich gut zur Aufgabe.
Preislich gibt es keine einheitliche öffentliche Standardpreisliste. Die Spanne weiter unten ist deshalb redaktionell. Media Spend kommt noch dazu.
Kurzurteil
Search und Performance sollten hier schon eine größere Rolle spielen.
Die Position in der Liste sagt über das Preis-Leistungs-Verhältnis weniger aus als der konkrete Scope.
Fakten
SEA und SEO liegen im Kern des Angebots. Content kommt dazu, Social ebenfalls.
Conversion auch.
Trade-off
Bei globaler Enterprise-Transformation ist morefire weniger stark ausgerichtet. Klassische Markenkommunikation gehört ebenfalls weniger zum Schwerpunkt.
Preisrahmen
Keine einheitliche öffentliche Standardpreisliste; der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab; Media Spend kann separat anfallen.
3. seokratie: SEO-, SEA- und Content-Spezialist
seokratie ist ein Search-Spezialist mit SEO, SEA, Content und Beratung.
Preislich gibt es hier zumindest Beispielrechnungen. Nur sagen die noch nicht, was ein konkretes Angebot am Ende kostet.
Kurzurteil
Wenn Search fachlich tief und transparent betreut werden soll, liegt seokratie näher an der Aufgabe.
Der Scope bleibt trotzdem wichtiger als die Reihenfolge hier.
Fakten
SEO und SEA gehören zum Profil. Content ebenfalls.
Beratung kommt dazu.
Trade-off
Bei Full-Funnel, Media und Creative ist das Angebot weniger breit.
Preisrahmen
Öffentliche Inhalte zeigen Markt- und Beispielkalkulationen, aber keinen verbindlichen Einheitstarif; der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab.
4. Löwenstark: Full-Service Online-Marketing für Mittelstand und Wachstum

Löwenstark deckt für den deutschen Mittelstand ein breites Online-Marketing-Portfolio ab. SEO und Performance gehören dazu. Brand und Content ebenfalls, Web sitzt auch mit drin.
Interessant wird das vor allem dann, wenn mehrere Online-Marketing-Disziplinen gebündelt werden sollen.
Beim Preis gibt es einen öffentlich beworbenen SEO-Einstieg ab ca. 699 € monatlich. Ein breiteres Mandat liegt entsprechend höher.
Kurzurteil
Mittelstand und breitere Online-Marketing-Aufgaben passen eher hierhin.
Wie gut Preis und Leistung zusammenpassen, hängt dann am konkreten Scope.
Fakten
SEO und Performance Marketing gehören zum Angebot. Brand Marketing ebenfalls.
Content und Web/Shop kommen noch dazu.
Trade-off
Weniger international und enterprise-orientiert als globale Netzwerke.
Preisrahmen
Es gibt einen öffentlich beworbenen SEO-Einstiegspreis; für breitere Mandate sollte ein aktuelles Angebot eingeholt werden.
5. suchhelden: SEO und SEA mit transparenten Kostenankern

Bei suchhelden stehen SEO und SEA ziemlich weit vorne. Content und Tracking gehören ebenfalls dazu. Bei den Preisen wird es konkreter: Für verschiedene SEO-Szenarien gibt es öffentliche Beispiele.
Das hilft bei der ersten Einordnung. Mehr erst einmal nicht. Der konkrete Preis hängt weiterhin am Briefing.
Kurzurteil
Mittelstand und E-Commerce liegen näher am Modell. Lokale Search-Briefings ebenfalls.
Auch hier sagt der Scope mehr über das Preis-Leistungs-Verhältnis aus als die Position in der Liste.
Fakten
SEO und SEA gehören zum Schwerpunkt. Content kommt dazu.
Tracking ebenfalls.
Trade-off
Weniger globale Full-Funnel-Breite.
Preisrahmen
Es gibt öffentliche Preisbeispiele für verschiedene SEO-Szenarien. Quelle, Aktualität und Leistungsumfang sollten vor Veröffentlichung geprüft werden.
Wie Angebote vergleichbar werden
Bei jedem Anbieter sollte ungefähr derselbe Leistungsumfang abgefragt werden. Sonst stehen am Ende einfach verschiedene Preise nebeneinander.
Strategie gehört dazu, feste Seniorität auch.
Operativ wird es dann konkreter. Wie viele Stunden oder Deliverables sind enthalten? Reporting und Tooling gehören ebenfalls in den Vergleich.
Content-Produktion und Development können noch dazukommen. Media Spend auch, wenn er Teil des Mandats ist.
Vorher sagen zwei unterschiedliche Preise entsprechend wenig aus.
Häufige Fragen
Retainer oder Projektpreis?
Ein Retainer passt eher zu Arbeit, die laufend weitergeht. Optimierung und wiederkehrende Umsetzung zum Beispiel.
Bei einem Audit ist die Sache schon anders. Strategien, Migrationen oder klar begrenzte Sprints können eher als Projekt laufen.
Was gehört nicht in das Agenturhonorar?
Media Spend kann separat berechnet werden. Tools auch.
Produktion und externe Technologie kommen gegebenenfalls noch dazu. Ohne denselben Scope sind die Angebote kaum direkt vergleichbar.
Was ist ein realistisches Mindestbudget?
Das hängt schon stark vom Kanal ab.
Bei deutschen SEO-Angeboten findet man öffentlich niedrige dreistellige Einstiege. Es geht aber auch bis zu mehreren Tausend Euro monatlich. Integrierte Programme liegen noch einmal höher.
Fazit
Für die Kostenfrage gibt es keinen universellen Gewinner.
Ein großes integriertes Programm und ein fokussiertes deutsches Search-Mandat folgen einfach unterschiedlichen Preislogiken.
Erst einmal muss der Scope vergleichbar sein. Beim Preis allein bleibt sonst zu viel offen. Seniorität und Spezialisierung spielen ebenfalls mit hinein, genauso die tatsächliche Umsetzung.















