Anpfiff ins Leben beschafft 900 fair gehandelte Fußbälle
Nach einem erfolgreichen Praxistest baut Anpfiff ins Leben sein Engagement für fair gehandelte Fußbälle aus. Bereits 300 Bälle wurden in den Fußballcamps und Fußballschulen des Vereins eingesetzt. Nun werden weitere 600 fair gehandelte Fußbälle für die Jugendmannschaften der Partnervereine angeschafft.
Davon profitieren der FC-Astoria Walldorf, FC Speyer 09, die SG Heidelberg-Kirchheim, der Ludwigshafener SC und der SV Gimbsheim. Der Impuls für das Projekt entstand im Austausch mit dem Rhein-Neckar-Kreis.
„Die Bälle haben sich im täglichen Einsatz bewährt und verbinden sportliche Qualität mit einer positiven sozialen Wirkung“, sagt Jörg Albrecht, Vorsitzender von Anpfiff ins Leben.
Ausgangspunkt war die Auszeichnung des Rhein-Neckar-Kreises als Fairtrade-Kreis. Vertreter des Landratsamts und von Anpfiff ins Leben tauschten sich darüber aus, wie fair gehandelte Sportartikel im Vereinsalltag stärker eingesetzt werden können. Anschließend wurden Fußbälle verschiedener Hersteller unter realen Bedingungen getestet – unter anderem bei Bambini- und U12-Mannschaften.
Das Ergebnis fiel positiv aus. „Die Qualität der fair gehandelten Bälle steht herkömmlichen Trainingsbällen in nichts nach“, erklärt Markus Gaber, Gesamtkoordination Sport & Kooperationspartner bei Anpfiff ins Leben. Gleichzeitig würden die Bälle zu besseren Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern beitragen.
Auch der Rhein-Neckar-Kreis begrüßt die Entwicklung. Isabelle François, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Landratsamt, sieht in dem Projekt ein sichtbares Zeichen für fairen Handel im Sport.
Faire Fußbälle – was steckt dahinter?
Rund 70 Prozent der weltweit produzierten Fußbälle werden nach Angaben von Anpfiff ins Leben in Pakistan hergestellt. Ein großer Teil der Produktion erfolgt dort weiterhin in Handarbeit.
Für fair gehandelte Bälle gelten soziale Standards. Dazu zählen unter anderem gerechtere Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen und der Ausschluss von Kinderarbeit. Zusätzlich fließen Fairtrade-Prämien in Gemeinschaftsprojekte vor Ort, beispielsweise in Bildung, Gesundheitsangebote oder die Trinkwasserversorgung.
Mit der Anschaffung der insgesamt 900 fair gehandelten Fußbälle möchte Anpfiff ins Leben damit nicht nur sportliche Qualität sichern, sondern auch zeigen, wie gesellschaftliche Verantwortung im Vereinsalltag praktisch umgesetzt werden kann.
Bildunterschrift: Martin Sommer (Referatsleiter Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis), Markus Gaber (Gesamtkoordinator Sport Anpfiff ins Leben), Jörg Albrecht (1. Vorsitzender Anpfiff ins Leben) und Isabel Francois (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis) (v.l.n.r.) freuen sich über den erfolgreichen Einsatz fair gehandelter Fußbälle.
Foto: Ampfiff ins Leben e. V.














