Am Dienstag waren Teile der Hauptstraße abgesperrt, hier war die Spurensicherung im Einsatz.
20-Jähriger war mit Messer bewaffnet
Die Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Landeskriminalamt Baden-Württemberg erläutern in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Hintergründe des polizeilichen Schusswaffengebrauchs, der sich am Dienstag, 12. Mai, in der Walldorfer Hauptstraße ereignet hat. Dabei wurde ein 20-jähriger Mann schwer verletzt.
Laut der Mitteilung wollten Beamte des Polizeipräsidiums Mannheim in den frühen Morgenstunden einen 20-jährigen Autofahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. Als der Mann das Streifenfahrzeug bemerkte, gab er unvermittelt Gas und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit. Das Fahrzeug kam in der Hauptstraße wegen des dortigen Pollers zum Halten. Nach erstem Stand der Ermittlungen hielt der 20-Jährige beim Aussteigen ein Messer in der Hand. Um ihn dazu zu bewegen, das Messer fallen zu lassen, setzten die Beamten laut der Mitteilung zunächst Pfefferspray ein und gaben zudem zwei Warnschüsse ab. Der 20-Jährige ließ jedoch das Messer nicht fallen, sondern ging unvermittelt zügig auf die Polizeibeamten zu, die daraufhin mehrere Schüsse auf ihn abgaben, da sie befürchteten, dass der Mann sie mit dem Messer verletzen wolle. Der 20-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Die Freiwillige Feuerwehr Walldorf war im Einsatz, um den Tatort auszuleuchten. Bürgermeister Matthias Renschler machte sich am frühen Dienstagmorgen in der Hauptstraße selbst ein Bild der Lage. Der Tatort in der Hauptstraße war am Dienstag mit Flatterband abgesperrt, die Spurensicherung ging ihrer Arbeit nach.
Die weiteren Ermittlungen werden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Heidelberg durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg geführt. Dabei steht zunächst die genaue Rekonstruktion des Geschehens im Vordergrund. Hierzu werden auch vorliegende Bodycam-Aufnahmen gesichtet und bewertet werden. Über die Pressemitteilung hinausgehende Informationen konnten aufgrund der noch laufenden Ermittlungen zunächst nicht mitgeteilt werden.
Text und Foto: Stadt Walldorf














