Wenn Schweine Fußball spielen – Tierbeschäftigung im Zoo Heidelberg
Im Zoo Heidelberg ist jeder Tag spannend – nicht nur für die Besucher:innen, sondern vor allem für die Tiere. Damit es ihnen weder geistig noch körperlich langweilig wird, bieten die Tierpfleger immer wieder neue Beschäftigungen an: von verstecktem Futter über duftende Gewürzsäckchen bis hin zu medizinischem Training bei Robben und Elefanten.
Kürzlich gab es im Bauernhofrevier eine besondere Überraschung: Michaela schenkte den Schweinen einen neuen Futterball. Das Geschenk stammte von der Weihnachts-Wunschliste des Zoos, auf der Tierpfleger speziell ausgewählte, für die Tiere geeignete Artikel vermerken. Der eckige Holzball wurde mit Leckereien gefüllt und sofort begeistert über das Gehege gerollt. Schweine lieben Futterbälle, das Spielen damit gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.
Jonathan Truman, Tierpfleger im Bauernhofrevier, zeigt sich begeistert: „Der Ball ist super verarbeitet, robust und für die Tiere optimal. Damit können sich unsere Schweine, Rinder und Ponys noch lange beschäftigen. Solche nachhaltigen Beschäftigungsmöglichkeiten sind für uns besonders wertvoll.“ Michaela erfüllt seit mehreren Jahren Weihnachtswünsche der Zoobewohner: „Solange ich es kann, mache ich das sehr gerne. Die Wunschliste des Zoos ist eine tolle Gelegenheit, den Tieren Freude zu bereiten.“
Auch andere Tiere profitieren von den Geschenklisten. Mähnenrobben können Geduld und Geschicklichkeit trainieren, um Fische aus schwimmenden Behältern zu fangen. Für Raubkatzen wie Tiger und Löwen gibt es Gewürzsäckchen mit Curry, Zimt und Co., die ihre Sinne stimulieren und für Abwechslung sorgen.
Diese Form der Beschäftigung, auch Enrichment genannt, ist ein zentraler Bestandteil moderner Tierhaltung. Neben Futterspielen gehört dazu die wechselnde Gestaltung der Gehege sowie das medizinische Training – alles Maßnahmen, die Langeweile verhindern und tierärztliche Untersuchungen stressfreier machen.
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Foto: Die Wunscherfüllerin durfte ihr Weihnachtsgeschenk selbst ins Gehege werfen. (Foto: Zoo Heidelberg)














