Ulrike Aufderheide über Biodiversität im Garten
Die Buchautorin und Naturgartenplanerin Ulrike Aufderheide sprach im Alten Rathaus zum Thema „Die neue Ernte: Biologische Vielfalt im Garten fördern – mit den richtigen Pflanzen und der sanften Pflege von Gehölzen“. Der Vortrag wurde von der Volkshochschule Südliche Bergstraße in Kooperation mit der Stadt Walldorf angeboten und war mit rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörern gut besucht. Das Publikum interessierte sich besonders für die klimafesten Baumarten, die im Jahr 2100 noch gesund wachsen, gleichzeitig aber auch Biodiversität mitdenken.
Ulrike Aufderheide beschrieb eine spannende Herleitung von Suchraum („Wo wachsen die Klimabäume?“) und Suchzeitraum (Warmzeit Eem vor 13.000 Jahren). Außerdem bediente sich die Referentin eines Angebots der Wochenzeitung „Die Zeit“, das aufzeigt, wo heute schon das Klima erlebbar ist, das für den eigenen Wohnort im Jahr 2100 prognostiziert wird. Dafür wird ein Modell verwendet, das ein Szenario abbildet, in dem sich die Welt bis zum Jahr 2100 um durchschnittlich 2,7 Grad Celsius erwärmt. Die komplexe Realität lasse sich damit jedoch nur eingeschränkt erfassen. In die Berechnung fließen nur Mittelwerte ein – durchschnittliche Jahrestemperatur und Niederschlag sowie die durchschnittliche Temperatur im wärmsten und im kältesten Monat. Extreme Hitzewellen und Starkregenereignisse werden nicht berücksichtigt. Dabei ist das Beispiel Wiesloch und Walldorf laut der Referentin passend für die Unvollkommenheit dieses Werkzeugs: Während der Klimazwilling von Wiesloch im griechischen Spatharis zu finden ist, befindet sich das Pendant von Walldorf im französischen Clérieux. Es vermittelt laut Ulrike Aufderheide jedoch einen Eindruck davon, wie groß die zu erwartenden Veränderungen sind.
Info: Der nächste Vortrag der Volkshochschule in Kooperation mit der Stadt findet am Freitag, 17. April, 18 bis 19 Uhr, mit dem Thema „Lisa und Paul sanieren“ statt. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie eine energetische Sanierung helfen kann, den Energieverbrauch zu senken, Kosten zu sparen und gleichzeitig den Wohnkomfort zu erhöhen.
Text und Foto: Stadt Walldorf




















