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Verbot rückt näher: Einweg-Vapes ab Ende 2026 Geschichte?

30. Januar 2026 | Verbraucherinformationen

An Tankstellen, im Supermarkt, an Kiosken und seit einiger Zeit vermehrt auch an Verkaufsautomaten: Man kommt kaum noch an den bunten Einweg-Vapes vorbei, die sich in den letzten Jahren nicht nur zu einem neuen Trend, sondern als Lifestyle-Produkt zu einem wahren Massenprodukt entwickelt haben. Verbände schätzen den Jahresumsatz, der in Deutschland mit Vapes erzielt wird, auf etwa 1 Milliarde Euro. Doch was steckt eigentlich hinter dem Hype und warum sind E-Zigaretten, Vapes und Co. so umstritten?

Kaufen, Konsumieren, Wegwerfen

Pfirsich, Apfel, Kiwi, Wassermelone, Erdbeere. Was klingt wie die Auswahl in der Obstabteilung, ist mittlerweile auch im Sortiment einschlägig bekannter Vape-Hersteller zu finden. E-Zigaretten von Elf Bar und Co. bieten neben einer fruchtigen Auswahl an Geschmacksrichtungen auch milde Aromen, Energie-Vapes oder Ice-Vapes, welche keinesfalls diskret, sondern aggressiv, zumindest auffällig beworben werden. Wer sich durch Innenstädte bewegt, muss nicht lange warten, bis er einen süßlichen Duft vernehmen kann.

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Einweg-Vapes sind kompakte, nicht wiederaufladbare Geräte, welche mit einer Flüssigkeit (Liquid) befüllt sind und nach einigen 100 Zügen inklusive Batterie weggeschmissen, im besten Fall entsorgt werden. Da Letzteres aber in vielen Fällen nicht geschieht, greift die EU nun regulatorisch ein. Als erstes Land hat Belgien Einweg-Vapes bereits im Januar 2025 verboten, Frankreich hat ebenfalls bereits ein entsprechendes Verbot erlassen, ab Ende 2026 ist auch in Deutschland Schluss.

EU-Verbot 2026: Hersteller reagieren

Spätestens im Dezember 2026 soll ein EU-weites Verkaufsverbot für Einweg-Vapes in Kraft treten. Betroffen sind alle Geräte, die eine nicht entnehmbare, nicht wiederaufladbare Batterie enthalten und somit nicht recycelbar sind. Hersteller hingegen reagieren mit Produktionsumstellung auf die EU-Regelungen. Bei neuen Systemen wie beispielsweise Elfa lassen sich nicht nur die Akkus aufladen, sondern auch die Kartuschen (sogenannte Pods) austauschen, wodurch sie trotz des EU-Verbots von Einweg-Vapes legal bleiben.

Neben Umweltschutz- und Nachhaltigkeits-Aspekten sind auch Jugendschutz- und Gesundheitsaspekte Grund für die Debatte um Vapes. Während Zigaretten prinzipiell nicht auf Jugendliche abzielen, tun es Vapes und E-Zigaretten aufgrund der Aromenvielfalt, die klingt wie aus dem Kaugummiautomaten, sehr wohl. Darüber hinaus sind die Langzeitfolgen des Vapens noch keinesfalls gänzlich erforscht.

Konsumtrends im Wandel der Zeit

Jede Epoche bringt eigene Konsum- und Lifestyle-Trends hervor, welche zum Teil auch gesellschaftliche Normen der jeweiligen Zeit widerspiegeln. Während das Rauchen von Zigaretten beispielsweise noch im 19. Jahrhundert eine reine Männerangelegenheit gewesen ist, wurde es ab den 1920er Jahren als emanzipatorisch angesehen – die moderne Frau rauchte selbstverständlich auch. Heute hingegen gilt Rauchen eher als Laster bzw. als ungesund. Glaubt man aktuellen Studien, raucht vor allem die jüngere Generation heute weniger als noch vor 20 Jahren.

Neben den gesundheitlichen Aspekten bzw. Risiken, die Rauchern in Deutschland auf jeder Packung nicht nur schriftlich, sondern auch bildlich vor Augen geführt werden, spielen durchaus auch finanzielle Aspekte eine Rolle, wenn es um den vermeintlichen Rückgang an Rauchern geht. Während 2006 durchschnittlich rund 4,50 Euro für eine Standardpackung Zigaretten über die Ladentheke gingen, sind es derzeit bereits knapp 10 Euro. Wie sich die Preisentwicklung bei Vapes zukünftig entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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