Ein stark getunter E-Scooter hat am Dienstagmittag in Sandhausen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 14 Uhr wurde der Polizei ein Roller ohne Kennzeichen gemeldet, der zwischen dem Kirchheimer Schützenhaus und Sandhausen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll. Eine Streife des Polizeireviers Heidelberg-Süd konnte den Fahrer wenig später im Bereich Bruchhausen feststellen. Als der Rollerfahrer den Streifenwagen bemerkte, ergriff er sofort die Flucht. Während der Verfolgung erreichte der E-Scooter Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h. Kurz darauf kam es zu einer Kollision zwischen dem flüchtenden E-Scooter und dem Streifenwagen. Der Fahrer konnte aufgrund der hohen Geschwindigkeit nicht mehr rechtzeitig abbremsen und prallte gegen das Polizeifahrzeug. Dabei verletzte sich der Rollerfahrer leicht, lehnte jedoch eine medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst ab. Der Streifenwagen wurde an der Front und an der Motorhaube beschädigt, blieb jedoch weiterhin fahrbereit.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte die Polizei fest, dass der E-Scooter nicht versichert war und im Leerlauftest eine Geschwindigkeit von bis zu 99 km/h erreichte. Der 16-jährige Fahrer besitzt weder eine Fahrerlaubnis noch eine Mofa-Prüfbescheinigung. Zudem fanden die Beamten bei dem Jugendlichen ein Tierabwehrspray sowie einen Flaschenöffner in Form eines Schlagrings, die sichergestellt wurden. Der Minderjährige wurde seinem Vater übergeben. Die Unfallaufnahme sowie die weiteren Ermittlungen übernahm der Verkehrsdienst Heidelberg.




















