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Gottfried Keim und der Lions Club übergeben Erlös der Ausstellung ans Kindertumorzentrum

24. Dezember 2025 | > Walldorf, Allgemeines, Das Neueste, Kultur & Musik, Politik, ~ Umgebung

Eine Spende und viele glücklicher Gesichter: (v.li.) Frederike Scheurer (Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg), Stephan Boch (Präsident Lions Club Walldorf-Astoria), Erster Beigeordneter Otto Steinmann, Künstler Gottfried Keim, Alexander Jäger (Sparkasse Heidelberg) und Dietmar Sommer (Vorsitzender Förderverein Lions Club Walldorf-Astoria). 

 

Ein schönes Geschenk kurz vor Weihnachten

„Das ist eine Sensation“, findet Gottfried Keim. „Mit so viel Geld hätte ich nie gerechnet.“ Der 90-jährige Walldorfer Künstler hat mit seiner sechsten Verkaufsausstellung unter dem Motto „Kunst für einen guten Zweck“ für viele zufriedene Gesichter gesorgt: so beim Lions Club Walldorf-Astoria, der die Ausstellung gemeinsam mit Keim organisiert hat, und beim Hopp-Kindertumorzentrum in Heidelberg (KiTZ), das den Erlös in Höhe von stolzen 10.215 Euro erhält. „Vielen Dank“, sagt der Erste Beigeordnete Otto Steinmann nicht nur im Namen der Stadt Walldorf, die das Rathaus für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, sondern stellvertretend für alle Beteiligten.

„Wir haben uns riesig gefreut“, sagt Frederike Scheurer. „Das ist ein schönes Geschenk kurz vor Weihnachten“. Sie kümmert sich ums Fundraising und stellt das KiTZ bei der Spendenübergabe kurz vor. Die gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg und der Universität Heidelberg ist nach ihren Worten zugleich Therapie- und Forschungszentrum für onkologische und hämatologische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, das unter anderem neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten entwickelt. „Für eine Kindheit ohne Krebs“ lautet das plakative Ziel und Frederike Scheurer unterstreicht das: „Ziel ist, jedes an Krebs erkrankte Kind zu heilen.“ Gleichzeitig möchte das KiTZ Beiträge dazu leisten, die Therapie möglichst schonend zu gestalten: mit wenigen gesundheitlichen Nebenwirkungen und vielen begleitenden Angeboten.

„Wir sind eine öffentliche Einrichtung“, sagt Frederike Scheurer. Mit den darüber hinaus gehenden Spendengeldern ermögliche das KiTZ alles, „was wir zusätzlich machen“. Dazu gehören die begleitenden Angebote, aber auch verschiedene Forschungsprojekte wie beispielsweise eine europäische Zusammenarbeit „für eine Kindheit ohne Krebs“ mit Einrichtungen in Utrecht und Paris. Dank der Dietmar-Hopp-Stiftung und der ODWIN gGmbH von Gerda Tschira, die zu den Hauptförderern zählen, entsteht derzeit für 85 Millionen Euro in Heidelberg zwischen der Kinderklinik und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) ein eigenes KiTZ-Gebäude, das die Stifter nach der Fertigstellung dem Land Baden-Württemberg schenken. Daneben unterstützen weitere Stiftungen, Initiativen und Netzwerke die Forschungsprojekte des Kindertumorzentrums. Und dann gibt es Aktionen wie die von Gottfried Keims und dem Lions Club: „Das sind wundervolle Kunstwerke“, sagt Frederike Scheurer, die schon zur Vernissage das Rathaus besucht hat. „Diese Bilder für einen guten Zweck zu verkaufen, das würde nicht jeder machen.“

„Ich bedanke mich herzlich im Namen des Lions Clubs“, sagt Präsident Stephan Boch, dem die Unterstützung des KiTZ nach eigenen Worten „ein Herzensanliegen“ ist. „Eine solche Summe hatten wir noch nie von einem einzelnen Gönner“, schließt sich Dietmar Sommer als Vorsitzender des Fördervereins an. „Herzlichen Dank, dass Sie so etwas Tolles auf die Beine stellen“, sagt Sparkassen-Filialleiter Alexander Jäger – die Sparkasse hat ebenso einen Teil zur Spendensumme beigesteuert wie Gottfried Keims Sohn Eric mit seiner Firma ET Systems, die in Altlußheim sitzt.

„Ich habe zwanzig Bilder verkauft, das ist im Rathaus noch nie vorgekommen“, zieht Gottfried Keim selbst Bilanz. Er habe insgesamt sechs Verkaufsausstellungen gemacht, in Wiesloch, Sinsheim und nun viermal in Walldorf, die zusammen etwa 36.000 Euro für den guten Zweck erbracht hätten. Bedacht wurden so unterschiedliche Einrichtungen wie der Förderverein Hospiz Agape, die Walldorfer Tafel, die Stiftung der evangelischen Kirchengemeinde Walldorf und bei der vorangegangenen Ausstellung 2023 der Lions Club Walldorf-Astoria, der mit dem Erlös in Walldorf lebende Flüchtlingskinder aus der Ukraine unterstützt hatte. Keim hatte schon vor der Vernissage angekündigt, dass es sich um seine letzte Ausstellung handeln soll. Malen will er auch weiterhin. Aber Ausstellungen seien ihm im Alter von jetzt 90 Jahren doch „zu anstrengend“, sagt er.

 

Text: Stadt Walldorf
Foto: H. Pfeifer

 

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