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Nektarios Vlachopoulos beim Walldorfer Zeltspektakel

1. September 2018 | > Walldorf, Allgemeines, Kultur & Musik, Leitartikel, Photo Gallery

Am zweiten Tag des Walldorfer Zeltspektakels 2018 war der „Slampoet, Humorist und Deutschlehrer mit griechischem Integrationshintergrund“, Nektarios Vlachopoulos, mit seinem ersten Bühnenprogramm „Keiner weiß, wie man mich schreibt“, in der Manege des Zirkuszeltes.

(bb) Sein Jonglieren mit Wörtern in einer Geschwindigkeit, in der das Wort kaum einen Gedanken fassen konnte oder der Gedanke kaum ein Wort, faszinierte die begeisterten Gäste im leider nicht ganz gefüllten Zelt. Allen, die nicht da waren, ist eine tolle Vorstellung eines jungen, begabten Künstlers entgangen.

Geboren  in Bretten und aufgewachsen in Oberderdingen im Kraichgau, erzählte Nektarios Vlachopoulos aus seinem Leben als „Migrant in der 2. Generation“, z. B., dass er bis zu seinem Kindergarteneintritt kein Wort deutsch gesprochen habe. Die Erzieherinnen im Kindergarten hätten ihm Hochdeutsch beigebracht,  durch das er in der Schule dann wieder aufgefallen sei.

Da er in Heidelberg Germanistik und Anglistik auf Lehramt studiert hat, ging seine Frage ins Publikum, ob ihn vielleicht jemand aus seiner Studienzeit kenne oder ob Heidelberger im Publikum seien.

Er wechselte zwischen freiem Vortrag, beispielsweise bei der Rezitation von  Liebesgedichten aus verschiedenen Epochen, und längeren Texten vom Blatt aus seinem Fundus als Deutscher Poetry Slam-Meister.

Nach der Pause gab es einen Schlagabtausch „Reden-Denken“ mit einem Gast aus dem Publikum. Nektarios Vlachopoulos redete und der Gast offenbarte sozusagen dazu die Gedanken von ihm, die oft so ganz anders sind, als die Worte es vermitteln wollen.    

Der Künstler ist witzig, selbstironisch, kritisierend, aber immer mit einer ordentlichen Portion Humor in seinen Erzählungen.
Er sprach über richtige und falsche Entscheidungen, die Liebe seines Lebens und die Ente, die in den Park geht, um die Senioren zu füttern.

Natürlich gab es auch einige Zugaben, von denen der fast fünfminütige Witz „Treffen sich ein Deutscher, ein Amerikaner und ein Türke“ besonders begeistert aufgenommen wurde.
Wer noch mehr von Nektarios Vlachopoulos wissen möchte, sollte seine Homepage besuchen.

Nach der Vorstellung rockte die „Louis Trinker Band“ wie jeden Werktag ab 23 Uhr beim Zeltspektakel.

Die weiteren Vorstellungen bis zum 08. September 2018 finden Sie unter www.zeltspektakel.info.
Außer für die Vorstellung am 04.09. mit Lars Reichow gibt es noch für alle Veranstaltungen Karten auch an der Abendkasse.

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Text und Fotos: BBinz

 

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