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Familienzuwachs bei den Präriehunden in Heidelberg

25. Juni 2018 | Leitartikel, Photo Gallery

Die ersten Jungtiere flitzen bereits über die Anlage

Putzigen Nachwuchs gibt es im Zoo Heidelberg derzeit bei den Schwarzschwanz-Präriehunden. Auf der an das Gehege der Kängurus angrenzenden Anlage tauchen aus den vielen Erdlöchern jetzt die kleinen Präriehunde auf. Mittlerweile wurden bereits vier Jungtiere auf der Anlage gesehen. Die possierlichen Nager flitzen umher, spielen miteinander und mischen die ganze Kolonie gehörig auf.

Präriehunde mit Jungtieren im Zoo Heidelberg Foto: Peter Bastian/Zoo Heidelberg

Beim Beobachten der jungen Präriehunde wird es den Zoobesuchern nicht langweilig. Neugierig wuseln die kleinen tagaktiven Nagetiere über Äste und Blätter, wedeln aufgeregt mit ihren schwarzen Schwänzchen, graben, knabbern am Futter oder ärgern hin und wieder die Erwachsenen. Das gemeinsame Spielen kommt natürlich nicht zu kurz –  fast ständig sind sie dabei zu sehen. Mit Hunden haben die Präriehunde übrigens nichts gemeinsam. Sie zählen zu den Nagetieren und sind mit den Murmeltieren und Streifenhörnchen verwandt und ernähren sich rein vegetarisch von Pflanzen. Rund um den Bau wird alles sehr kurz gehalten, damit die Tiere einen guten Überblick haben. Ihren Namen haben sie durch ihren typischen Warnruf erhalten: Entdeckt ein Präriehund einen Feind, stößt er einen bellenden Laut aus, um die anderen zu warnen.

Präriehunde leben in Kolonien in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas. Ihr Lebensraum erstreckt sich von Kanada über die USA bis hin nach Mexiko. Sie bewohnen ein weit verzweigtes Tunnelsystem mit vielen Schlafhöhlen, die mit weichen Gräsern oder Laub ausgepolstert werden. Bei Gefahr ziehen sich die Präriehunde in den Bau zurück und sind so vor Fressfeinden, wie Raubvögeln oder Kojoten sicher. Gut geschützt kommen die kleinen Präriehunde im Bau zur Welt und wachsen dort heran. Kurz nach der Geburt sind sie nur etwa 15 Gramm „schwer“, nackt und blind und werden von der Mutter intensiv umsorgt. Nach fünf bis sechs Wochen sind sie so weit entwickelt, dass sie sich das erste Mal nach draußen wagen. Ob bereits alle Jungtiere diesen Schritt bereits gewagt haben, ist für die Tierpfleger im Zoo nicht einfach zu erkennen. Kaum versucht man sie zu zählen, huscht eines in das weitläufige Tunnelsystem und kommt an einer anderen Stelle wieder raus – oder vielleicht ist dies auch ein anderes Jungtier. Der Versuch die Jungtiere zu zählen, ist auch für die Zoobesucher eine spannende Herausforderung. 

Besucher im Zoo Heidelberg, die ein bisschen Zeit vor dem Gehege der Präriehunde einplanen, können häufig ein besonders zärtliches Begrüßungsritual der Tiere untereinander beobachten: Wer zur Familie gehört, wird bei der Rückkehr in den Bau mit dem sogenannten „Erkennungskuss“ begrüßt.

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