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Getreideernte 2017: besser als zunächst erwartet

30. August 2017 | Allgemeines, Das Neueste

Gesamterntemenge auf 29,2 Millionen Dezitonnen beziffert

Während sich langsam das Ende der Getreideernte im Südwesten abzeichnet, legt das Statistische Landesamt eine erste Erntebilanz vor und beziffert auf der Grundlage exakter Ertragsmessungen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung die diesjährige baden‑württembergische Getreideernte (ohne Körnermais) auf insgesamt 29,2 Millionen dt (Dezitonnen; 1 dt = 100 kg = 0,1 Tonnen). Die Erntemenge liegt damit voraussichtlich um 1,8 % unter dem langjährigen Mittel 2011/16 (29,8 Mill. dt). Das Ergebnis des Vorjahres (26,6 Mill. dt) wird um ein Zehntel übertroffen.

Hinter den aktuellen Erntezahlen steht mit 411 600 Hektar (ha) im Vergleich zum Vorjahr eine um 15 500 ha oder 3,6 % reduzierte Getreideanbaufläche (ohne Körnermais). So wurde die Anbaufläche von Winterweizen (einschl. Dinkel und anderer Varietäten) um 4,8 % auf 214 500 ha verringert. Wintergerste (88 500 ha) und Triticale (22 000 ha) wurden um jeweils 3,0 %, Sommergerste (51 900 ha) um 2,3 % eingeschränkt. Die Ausnahme unter den Getreidearten ist Hafer, für den erstmals seit Jahren eine Ausweitung des Anbaus festgestellt werden konnte, um zwar um 7,6 % auf 19 800 ha.

(Spät-) Frost, Hitze, Trockenheit und schließlich Starkregen charakterisieren die extremen Witterungsbedingungen, denen sich die heimischen Landwirte dieses Jahr stellen mussten. Mit Erfolg, denn die durchschnittliche Flächenleistung liegt im Landesmittel über alle Getreidearten bei 71,0 dt/ha und übertrifft damit den langjährigen Ertragsdurchschnitt 2011/16 (67,0 dt/ha) um 6,0 %, das Vorjahresergebnis (62,2 dt/ha) sogar um 14,2 %. Dabei stehen die Kulturformen der Gerste für die höchsten Ertragszuwäche gegenüber den Mitteln: die Sommerform (61,6 dt/ha) verzeichnet ein Plus von 10,7 %, die Winterung (72,8 dt/ha) von 8,1 %. Winterweizen (76,0 dt/ha; +3,9 %) und Hafer (50,2 dt/ha; +2,0 %) zeigen moderate Zuwächse. Triticale (66,8 dt/ha) übertrifft das Mittel nur knapp. Nachdem noch nicht alle vorgesehenen Probeschnitte und Volldrusche ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen möglich.

Auch Winterraps und Körnermais zufriedenstellend

Bei Winterraps, der mit Abstand bedeutendsten Ölfrucht im Land, beziffert sich der diesjährige Durchschnittsertrag im Land aufgrund erster Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung auf 38,5 dt/ha. Verglichen mit dem langjährigen Mittel ist das ein Plus um knapp 5 %, gegenüber dem Vorjahr (38,8 dt/ha) hingegen ein leichtes Minus.

Die Körnermaisbestände sind im Allgemeinen gut entwickelt, so dass im Landesmittel mit einer Flächenleistung von durchschnittlich etwa 105 dt/ha und damit etwa im Bereich des langjährigen Mittels gerechnet werden kann.

Schaubild 1: Getreideernte (ohne Körnermais) in Baden-Württemberg seit 2007
Schaubild 1: Getreideernte (ohne Körnermais) in Baden-Württemberg seit 2007
Tabelle 1
Getreideernte (ohne Körnermais) in Baden-Württemberg seit 2007
Jahr Getreide
insgesamt
Weizen Roggen und Winter­meng­getreide Sommer­gerste Winter­gerste Hafer und Sommer­meng­getreide Triticale
Mill. t

1) Vorläufige Zahlenwerte.

Datenquelle: Ehrenamtliche Ernte- und Betriebsberichterstattung sowie Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung.

2007 2,9 1,6 0,1 0,6 0,4 0,2 0,1
2008 3,2 1,8 0,1 0,6 0,5 0,2 0,2
2009 3,3 1,7 0,1 0,7 0,4 0,2 0,2
2010 2,9 1,6 0,1 0,6 0,3 0,1 0,1
2011 2,9 1,6 0,0 0,6 0,3 0,1 0,2
2012 2,9 1,5 0,1 0,6 0,5 0,2 0,1
2013 3,1 1,8 0,1 0,4 0,6 0,1 0,2
2014 3,3 1,9 0,1 0,4 0,7 0,1 0,2
2015 3,0 1,8 0,1 0,3 0,6 0,1 0,1
2016 2,7 1,5 0,1 0,3 0,6 0,1 0,1
20171) 2,9 1,7 0,0 0,3 0,6 0,1 0,1

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