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Walldorf: „Konzert der Stadt“ am 9. März mit Michael Hauber und Laurent Albrecht Breuninger

4. März 2017 | > Walldorf, Allgemeines, Kultur & Musik, Leitartikel

Klavier und Violine im Dialog

Zum Wendepunkt in der Kompositionskunst mit der Geburtsstunde der Violinsonate führt das nächste „Konzert der Stadt“ am Donnerstag, 9. März, um 20 Uhr in der Laurentiuskapelle. Michael Hauber (Klavier) und Laurent Albrecht Breuninger (Violine) haben für diesen Abend drei besondere Werke ausgewählt.

Von Wolfgang Amadeus Mozart wird zu Beginn die Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 378 zu hören sein. Sie gehört zu einer Gruppe von sechs Sonaten, die 1781 als Op. II erschienen sind. „Sie sind die einzigen ihrer Art. Reich an neuen Gedanken und Spuren des musicalischen Genies des Verfassers …“, so das Urteil eines zeitgenössischen Kritikers. Dieser stellte auch fest, dass „diese Sonate einen eben so fertigen Violin- als Clavier-Spieler erfordert“. Diese Forderung erfüllen die beiden Virtuosen Hauber und Breuninger gänzlich. Michael Hauber, der aus Stuttgart stammt, hat viele Auszeichnungen erhalten und gastierte in fast allen Ländern Europas sowie in Korea, Japan und China. Er war mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unterwegs und hat mit dem Orchestra Simon Bolivar unter Leitung von Gustavo Dudamel gespielt. Nach langjähriger Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Mannheim ist er seit 2015 Professor für Klavier an der Musikhochschule Stuttgart. Auch die Laufbahn seines deutsch-französischen Duopartners Laurent Albrecht Breuninger ist von zahlreichen Auszeichnungen markiert. Mit zwölf Jahren debütierte Breuninger bereits als Solist mit dem Budapest Chamber Orchestra beim Musikfestival Tours. Preise für sein Spiel erhielt er unter anderem in Brescia, Belgrad, Prag, Wien, Berlin und Montreal. Seit 2003 hat Breuninger eine Professur an der Musikhochschule Karlsruhe inne.

Auf dem Walldorfer Programm des Duos steht nach Mozart César Francks Sonate für Violine und Klavier A-Dur, die als „ganz zentrales Werk“, als bedeutendste französische Violinsonate des ausgehenden 19. Jahrhunderts gilt. Franck widmete sie dem belgischen Komponisten und Geiger Eugène Ysaye. Einer besonderen Herausforderung stellt sich das Duo mit der legendären „Kreutzersonate“ von Ludwig van Beethoven. Rodolphe Kreutzer, dem Beethoven die 40-minütige Sonate widmete, hielt sie für „unspielbar“. Laurent Albrecht Breuninger wird das Gegenteil beweisen.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 6 Euro sind bei Bücher Dörner und im Rathaus im Vorverkauf zu bekommen, Restkarten gibt es an der Abendkasse.

 

Laurent Albrecht Breuninger scheint der „Kreutzersonate“ entspannt entgegenzusehen (Foto: zg)

 

Michael Hauber tritt am Klavier in den Dialog mit seinem Partner (Foto: zg)

Text: Stadt Walldorf

 

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