Bestens besuchtes Benefiz-Open-Air-Festival des Vereins „Helfende Hände Wiesloch-Walldorf“ / Musikalische Vollbedienung mit zehn verschiedenen Formationen
Hymnen von ergreifender Schönheit
(Wiesloch)
„Herrlich“, „fantastisch“ oder „einmalig“, lauteten die Kommentare des begeisterten Publikums am Ende einer fast zehnstündigen Konzertreise, die am Samstag auf dem Gelände des Boxer-Clubs am Wieslocher Grassenberg über die Bühne ging, Alt und Jung in seinen Bann zog. Das vom Verein „Helfende Hände Wiesloch-Walldorf“ initiierte Benefiz-Open-Air zugunsten sozialer Projekte im In- und Ausland, hat sich inzwischen zu einem ganz besonderen Freiluft-Festival mit musikalischer Vollbedienung entwickelt, bei dem nahezu keine Wünsche offen bleiben. Auch Walldorfs Bürgermeisterin Christiane Staab („Klasse Veranstaltung mit toller Location“) zollte, ebenso wie ihr Wieslocher Amtskollege Ludwig Sauer („Großer Stellenwert im Veranstaltungskalender“), der rührigen, mit viel Herzblut und Leidenschaft agierenden „Mannschaft“ um den Vorsitzenden Jürgen Lohnert Respekt und Anerkennung für ihr besonderes Engagement. „Was gibt es Besseres, als Menschen in beiden Städten zu einem gemeinsamen Fest zusammenzuführen?“, stellten beide Verwaltungschefs die rhetorische Frage. Ein breites kulinarisches Angebot sowie ein Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken, Bücherflohmarkt und Bilderausstellung von Gabriele Geistl sorgte ebenso für Spaß und Vergnügen wie eine Demonstration der Rettungshundestaffel Rhein-Neckar-Heidelberg oder die Möglichkeit zum Pferdereiten mit dem Reit- und Fahrverein Wiesloch. Eine erste Überraschung gelang dem Veranstalter gleich zu Beginn des Kulturmarathons mit dem Auftritt der siebenköpfigen Musik-, Tanz- und Trommlergruppe „African Drums“ aus Senegal und Gambia, die später und bei Anbruch der Dunkelheit mit ihrer besonderen Performance nochmals Kostproben afrikanischer Lebensfreude boten und vom Publikum zu Recht stürmisch gefeiert wurden. Die Musiker, angeführt vom stets lachenden Malang Badjie, wohnen seit einiger Zeit in Mühlhausen, Wiesloch, Heidelberg oder Rauenberg und spielten sich mit Songs wie „Last Night I Have A Dream“ in die Herzen der Gästeschar. Dies gilt nicht minder für das nachfolgende Gesangsduo Kai Schmidt-Eisenlohr & Kristina Junker, die mit bekannten Coversongs wie „Walking In Memphis“ oder „One Of Us“ punkteten. Die einheimische Formation „Amber Hill“ hat sich in jüngster Zeit, nicht zuletzt durch ihr hochgelobtes Album „My Amber Hills“, eine große
Fangemeinde erspielt. Angeführt von Sängerin Julia Dörr und Gitarrist Heiner Weisbrod („Wir spielen ausschließlich Gute-Laune-Lieder“) gab der hochmusikalisch agierende Fünfer Kostproben seines Könnens und hatte auch neue Songs wie „Up To The Stars“ im Gepäck. Selbst an seinem Geburtstag hatte es sich Mundartpreisträger Charly Weibel aus Reilingen nicht nehmen lassen, um in der Weinstadt aufzutreten und seine eigenen Stücke wie „Mei erschdi Jeans“, „Geleriwesalat“ oder „Houchdeitsch mescht dick“ unter die feierlustige Gästeschar zu bringen. Auch mit seinem Hit „Ohjafroh“ zauberte er mehr als ein Lächeln ins Auditorium, das sich bei besten äußeren Bedingungen prächtig amüsierte. Die eigens zusammengestellte, fünfköpfige Formation „Ute & Friends“ mit Ute Berlinghof und Jürgen Köhler zog durch mehrstimmigen Gesang und Stücke wie „Dreamer“, The Rose“, „Summer Wine“ oder „What’s Going On“ die Besucher in den Bann und war trotz sommerlicher Temperaturen für erste Gänsehauterlebnisse verantwortlich. Auch „Crazy Heart“ alias Werner Geistl hatte einen Whirlpool voller Töne und Worte in petto. Klassiker und Ohrwürmer mit Weltkulturstatus von Pink Floyd, Adele oder Bob Seeger wurden im Publikum mitgesungen oder gesummt. Wer zugeben kann, dass Jagger/Richards ein paar sehr gute Songs geschrieben haben und sich auch gerne an Lieder der Beatles oder von Neil Young („Keep On Rocking In A Free World“) erinnert, war und ist bei der dreiköpfigen Band „Slowhands“ bestens aufgehoben. Gregor, Jogi und Holger aus Graben-Neudorf, Wiesloch und Schatthausen boten einen Akustik-Gig von hohem Unterhaltungswert und großem Spaßfaktor und waren nach Meinung vieler Besucher eines der absoluten Highlights des Tages. Zur vorgerückten Stunde setzten „The Scones – Little Kurpfalz-Coverband“ noch eins drauf und sorgten mit einer geballten Ladung Musik für offene Kinnladen bei Jung und Alt. Die beiden Ausnahmegitarristen und Sänger Helmut Dörr und Jürgen Köhler aus Wiesloch und Walldorf begannen mit wunderbar leisen, akustischen Klängen und Songs, die „If I Where A Carpenter“, „Imagine“, „Let It Be“ oder „Stille“ hießen und zeigten im zweiten Teil der Konzertreise(„Scones In Rock“) – unterstützt durch Saitenzauberer Gregor Weisbarth, Bassmann Paul Hopkins, Dru
mmer Robin Pföhler sowie den beiden Querflötistinnen Sandra Köhler und Melanie Greiner – wo der musikalische Hammer hängt. Wann jemals hat man Lieder wie Queen’s „Say It’s Not True“, „You’ve Got To Hide Your Love Away“ von den Beatles oder Led Zeppelin’s Jahrtausend-Song „Stairway To Heaven“ dermaßen souverän, leidenschaftlich und erstklassig interpretiert vernommen? Ein nicht zu toppender Auftritt mit treibenden Rhythmen, Melodien und einem Klangrausch für alle Sinne. Einmalige Hymnen von ergreifender Schönheit. Zum Finale versammelten sich fast schon um Mitternacht alle Musiker des Abends auf der Konzertbühne und setzten den Schlussakkord eines herausragenden Benefiz-Festivals. „Der Reinerlös wird, wie seit Jahr und Tag geschehen, sozialen Projekten zufließen“, betonte WiWa-Vorsitzender Jürgen Lohnert, der ein positives Fazit zog und lachend meinte: „Heute hat wirklich alles gepasst“.
Text und Bilder: Hans-Joachim Of


































































