Zur Gesundheit zählt Sport dazu, wie die Sonne zum Sommer oder das Tor zum Fußball. Die Muskulatur zu trainieren, sorgt nicht nur für Fitness im körperlichen Sinne, sondern setzt auch einen wichtigen Stoff frei. Starke Muskeln und die Botenstoffe Myokine bringen Vorteile für die eigene Gesundheit?
Muskeltraining setzt Botenstoffe frei – was sind Myokine?
Myokine sind Botenstoffe, die der Körper beim Training der Muskulatur in die Blutbahn jagt. Man geht derzeit von circa 600 verschiedenen Stoffen dieser Art aus. Sie sorgen dafür, dass die Zellen biologische Mechanismen auslösen. Da beim Training der Anteil der Myokine im Blut um rund das Hundertfache gesteigert wird, wird auch das Immunsystem gestärkt. Die Botenstoffe verringern die negativen Auswirkungen von Viren und Bakterien und wirken gleichzeitig gegen “stille” Entzündungen. Heißt also im Endeffekt, dass Muskeln durch das Freisetzen der Myokine heilende Kräfte besitzen. Der Name kommt übrigens aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern “Muskel” und “Bewegung” zusammen. Passend, oder?

Fünf Vorteile von Muskeltraining und Myokine für die Gesundheit
Einige Aspekte sind nun schon angeklungen. Muskeltraining setzt wichtige Botenstoffe frei, die die Gesundheit fördern. Die fünf größten Vorteile von starken Muskeln und der Myokine im Überblick:
- Stoffwechsel und Körperfett
Beim Training werden Muskeln aktiviert und die Aufnahme von Glukose verbessert. Myokine senden dabei die Signale zwischen Muskeln, Fettgewebe, Leber und Bauchspeicheldrüse. Das hilft auch, den Blutzucker zu stabilisieren. - Entzündungshemmende Wirkung
Myokine beteiligen sich am Immunsystem und regulieren dieses. Durch Bewegung und das Muskeltraining, das wiederum die Botenstoffe freisetzt, können im Körper Entzündungen reduziert werden, die mit beispielsweise Übergewicht oder Diabetes zusammenhängen.
- Prävention für das hohe Alter
Durch Myokine werden wir nicht jünger, fühlen uns aber später so. Sie kommunizieren mit Leber, Fettgewebe, Gehirn, Knochen und Gefäßen. Mehr Muskeln bedeuten eine bessere Belastbarkeit, da durch die Skelettmuskulatur ebenfalls die Botenstoffe freigesetzt werden. Im höheren Alter fühlen wir uns im Alltag fitter, regenerieren besser und spüren weniger Folgen des Bewegungsmangels.
- Sicherheit im Alltag
Starke Muskeln sind auch im täglichen Leben wichtig, nicht nur, um schwere Sachen zu heben. Sie stabilisieren Gelenke und verbessern Gleichgewicht, Belastbarkeit und Haltung. Die losgeschickten Myokine kommunizieren dabei zwischen Muskeln und Knochen, was auch präventiv vor Gebrechlichkeit schützen kann.
- Gehirn und Stimmung
Pfitzenmeier setzt nicht nur auf körperliche Fitness, sondern auch auf mentale. Dabei steht oft der Wellnessbereich im Vordergrund, allerdings hilft auch Muskeltraining dem Kopf – oder vielmehr dem Gehirn. Einige Myokine sollen sich letztlich sogar auf die Stimmung auswirken, da sie die Muskel-Gehirn-Achse ansprechen. Das Gedächtnis soll davon ebenfalls betroffen sein.
Abschließend lässt sich sagen: Myokine sind starke Botenstoffe, die den Körper in vielerlei Hinsicht unterstützen und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sie werden durch das Training der Muskulatur freigesetzt und zeigen wieder: Fitness, Wellness und Gesundheit sind eins.















