Freitagsgespräch der Sparkasse: Die Künstlergruppe Walldorf präsentierte „Kunstzone 70 – Was soll das?“

Fast überfüllt war der Schalterraum der Sparkassen-Filiale in Walldorf, in der ihr Leiter Philipp Renninger am 2. Februar viele Gäste zum 385. Freitagsgespräch der Sparkasse begrüßen konnte.

(bb) Philipp Renninger entschuldigte sich bei den Gästen, die keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten, reichten doch die Stühle in der Sparkasse nicht aus, um dem Besucherandrang gerecht zu werden. Er freute sich, die Ehre zu haben, diese Ausstellung der Künstlergruppe in der Sparkasse präsentieren zu dürfen.

Die Künstlergruppe Walldorf, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum feiern kann, hatte sich die Sparkasse als Ausstellungsort für ihre Jubiläums-Ausstellung „Kunstzone 70 – Was soll das?“ ausgesucht.

Die Mitglieder der Künstlergruppe Ralf Bombosch, Marianne Deike, Mechtild Ficht-Unger, Annika Frank, Rita Hausen, Evi Huber, Herbert Hügens, Ille Hums, Dieter Köster, Marie-Paule Kramer Fraikin, Auguste Meyer, Christina O’Brien-Ruland, Sabine Schreier, Claudia Stamatelatos, Andrea Tewes und Wolfgang Wallowy präsentierten eine Auswahl ihrer Werke, die noch bis zum 2. März in der Sparkassen-Filiale Walldorf zu sehen sind.

Andrea Tewes, seit 2016 die Leiterin der Künstlergruppe Walldorf, und Claudia Stamatelatos, ebenfalls Mitglied der Künstlergruppe, gingen in einem durch Fotos untermalten Vortrag auf die Suche nach der Antwort auf die Frage „Kunst – Was soll das?“  

Hierbei beschrieben sie die Kunstwerke verschiedener Künstler, z. B. von Niki de Saint Phalle (1930 – 2002), die in ihren Anfängen durch ihre Aktionen, z. B. das Schießen auf Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, auffiel, und heute noch durch ihre bunten „Nana“-Skulpturen und teils begehbaren Großplastiken berühmt wurde. Sie betrachtete die Kunst als eine Art Therapie zur Aufarbeitung ihrer Kindheit.   

Auch die Arbeiten  von Marina Abramovic (*1946) und William Turner (1775 – 1851), dessen Bild „Schneesturm auf dem Meer“ ein Augenarzt damals mit der Bemerkung betrachtete, der Künstler hätte wohl besser eine Brille aufgesetzt, hinterfragten sie.

Bei der Kunst von Joseph Beuys (1921 – 1986), der behauptete „Jeder ist ein Künstler“, sind auch die Kritiker geteilter Meinung. Dessen Performance in Düsseldorf „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ ist wohl jedem Kunstkenner bekannt.

Auch Gerhard Richter (* 1932) als momentan bestbezahlter Künstler der Welt mit seinen gegenständlichen detailgenauen Kunstwerken beschäftigte die Künstlergruppe. Als jüngste Künstler stellten Andrea Tewes und Claudia Stamaletatos Neo Rauch (*1960) und Damien Hirst (*1965) vor. Letzterer machte vor allem mit seinem Platinabguss eines Schädels im Jahre 2007 auf sich aufmerksam. Dieses Kunstwerk ist besetzt mit 8.601 lupenreinen Diamanten, darunter ein birnenförmiger rosa Diamant auf der Stirn, und wird heute auf einen Wert von 76 Mio. € geschätzt.

Nach diesen Reisen in die Welt der verschiedenen Künstler ging die Frage „Was ist das?“ an die zahlreichen Gäste.

Manche Kunst liege „an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn“ oder die Kunstwerke seien „wohl Denkanstöße, aber Kunst?“, konnte man aus dem Publikum hören. Viele Kunstwerke, die vom Publikum positiv aufgenommen werden, fielen bei den Kritikern durch – ebenso kann es aber auch sein, dass die Kritiker die Kunstwerke loben, diese beim Publikum aber nicht ankommen.

So gab es viele Anregungen der interessierten Gäste, die sich anschließend noch beim Bummel durch die Ausstellung in der Sparkasse mit allen anwesenden Mitgliedern der Künstlergruppe unterhalten konnten.

Das Plakat „Kunstzone 70 – Was soll das?“ wurde von Ralf Bombosch, Mitglied der Künstlergruppe Walldorf, entworfen.

Philipp Renninger bedankte sich im Namen der Sparkasse für diesen interessanten Abend bei Andrea Tewes und Claudia Stamatelatos mit einem Weingeschenk und lud anschließend noch zu Getränken und Laugengebäck ein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 2. März in der Sparkasse zu folgenden Öffnungszeiten zu besichtigen:
Montag, Dienstag, Donnerstag von 9 Uhr bis 12:30 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr
Mittwoch von 9 Uhr bis 12:30 Uhr
Freitag von 9 Uhr bis 12:30 Uhr und 14 Uhr bis 16 Uhr.

Text und Fotos: BBinz

 

 

Veröffentlicht am 5. Februar 2018, 10:00
Kurz-URL: http://www.wiwa-lokal.de/?p=239476 

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