Feuerwehr freiwillig für die Sicherheit

Als kleiner Junge war ich immer bei unserer Feuerwehr mit dabei.

Drei meiner Onkels und auch mein Vater waren bei der Feuerwehr und so blieb es nicht aus, das ich mein Herz an die Feuerwehr verlor. Eine Tante von mir schneiderte mfür mich eine kleine Uniform und so war ich das Maskotchen und ich war sehr stolz darauf auch eine Uniform wie mein Vater tragen zu können.

Die Jahre vergingen und ich durfte dann endlich im alter von 12 Jahren in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Mein Vater war damals Jugendwart und leitete die Jugendfeuerwehr. Wir waren auf vielen Veranstaltungen und Wettkämpfen dabei auf denen wir gute Ergebnisse erziehlen konnten.

Im alter von 14 Jahren trat ich und meine Gruppe zur Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr an.  Die Leistungsspange ist ein Wettkampf, in dem eine Gruppe, bestehend aus neun Mann,  ihr können in mehreren Disziplinen unter Beweis stellen müssen. Diese Spange ist die höchste Auszeichnung, die man in einer Jugendfeuerwehr erreichen kann und man kann stolz darauf sein, sie erhalten zu haben. Ich war sehr stolz darauf und trug meine Leistungsspange mit stolz an meiner Uniform.

Die Zeit verging und ich kam in ein alter, in dem man auch schon die ersten Ausbildungen absolvieren durfte und ich machte mit 16 Jahren meine Grundausbildung zum Feuerwehrmann.

Die ersten kleineren Einsätze wurden mitgefahren und dann endlich war es soweit. Ich wurde mit 18. Jahren in den aktiven Dienst übernommen.

Da es zu meiner Zeit noch den Wehrdienst gab, lies ich mich für die Feuerwehr und den erweiterten Katastrophenschutz von der Bundeswehr freistellen und machte 8 Jahre Dienst in meiner Feuerwehr.

Neben zahlreichen Ausbildungen kamen auch zahlreiche Einsätze hinzu. Da ich aber von der Feuerwehr nicht genug bekommen konnte, übernahm ich die Arbeiten in der Jugendfeuerwehr und wurde 2. Jugendwart.

Jedentag war ich neben meinem Berufleben auch noch für die Feuerwehr da. Mein Leben bestand nur aus arbeiten gehen und abends zur Feuerwehr und an den Wochenende gab es auch nur Feuerwehr für mich. 

Wir hatten bei uns in der Feuerwehr einiges zu tun. Einsätze mussten bewältigt werden, egal wie riskant ein Einsatz war. Desöffteren kam es bei manch einem Einsatz vor, dass ich knapp an einer Lebensbedrohlichen Situation vorbei ging. So stürtzte einmal eine Scheune über uns zusammen, als wir Tiere aus dieser brenende Scheune retten mussten. Bei solch einem Einsatz, muss man sich auf seine Kameraden blind verlassen können. Die Feuerwehren haben aber nicht nur brandeinsätze zu bewältigen. Bei Hochwasser oder Verkehrsunfällen werden die Feuerwehren gerufen. Das unangenehmste sind die Verkehrsunfälle. Bei denen man starke Nerven benötigt. Alles was man da zu sehen bekommt, ist mit unter für den ein oder anderen nicht zu verarbeiten. Viele Einsatzkräfte haben duch solche Einsätzen einen Psychischen schaden bekommen und viele sind dem Alkohol verfallen, da sie diese Szenen die sich bei solchen Einsätzen abspielt, nicht verkraften konnten.

Auch bei mir haben solche Szenen ihren Schaden hinterlassen, ich leide unter Alpträume. Immer wieder liege ich nachts Schweissgebadet in meinem Bett und sehe diese Bilder vor meinen Augen. Zu meiner Zeit gabe es noch keine Einsatzseelsorge wie in der heutigen Zeit, nein da musste man alleine damit fertig werden. Wenn man dann mal etwas versucht hat den älteren Feuerwehrkammeraden zuerklären, dass es besser wäre einen Seelsorger an die Einsatzstelle zu holen, das waren bei uns früher Pfarrer oder Psychologen die man anrufen konnte, dann hies es immer wieder, solche Leute brauchen wir nicht das ist unnötig. In den Jahren änderte sich dies, nun gibt es in einzelnen Feuerwehren speziell für solche Einsätze ausgebildete Kräfte, die sich an den Einsatzstellen um die Feuerwehrleute und Angehörigen der Opfer kümmern.

Im heutigen Zeitalter der Digitalisierung muss man sagen, das die Bevölkerung keine Rücksicht mehr nimmt. Schaulustige behindern die Einsatzkräfte beio der ausübung ihrer Arbeit durch das herumstehen an der Einsatzstelle, um mit ihren Handys die besten Bilder machen zu können. Das ist aber noch nicht alles, sie werden auch noch Gewlttätig gegen die Einsatzkräfte. Rettungsgassen werden nicht eingehalten und somit blokieren Autofahrer die Einsatzfahrzeuge.

Mich macht es einfach glücklich, wenn ich jemendem aus seiner Notlage helfen konnte, egal welche schwierigkeiten mich erwarten. Es ist etwas beruhigendes wenn ich nach einem Einsatz nach Hause komme und kann sagen, es hat sich gelohnt denn niemsnd ist ernsthaft zu schaden gekommen.

Viele Feuerwehren haben Personalmangel und dagegen sollte man etwas tun. Es geben inzwischen Feuerwehren, die Unterbesetzt sind und auf grund dieser Situation keine Einsätze mehr fahren können. Aber was kann man dagegen tun? Es geben viele möglichkeiten, wie z.B. die Jugendarbeit fördern oder die Bevölkerung zu informieren und Personen für den Dienst am nächsten anzuwerben. Natürlich ist dies leichter gesagt als getan, denn nicht jeder ist für den Dienst am nächsten körperlich tauglich.

Zu meiner Zeit als 2. Jugendwart, hatten wir keine Nachwuchssorgen, denn wir hatten eine starke Jugendfeuerwehr mit über 40 Jugendlichen, wovon jährlich immer welche in den aktiven Dienst der Feuerqwehr übergingen. Auch hatten wir immer einen guten zuspruch bei der Jugendfeuerwehr durch unsere gute Öffentlichkeitsarbeit die wir geleistet haben. So konnten wir über Jahre hinweg für Nachwuchs in den aktiven Dienst sicherstellen.

Was mich inzwischen betrifft, ich bin aus dem Aktiven Feuerwehrdienst zurückgetreten. Aus gesundheitlichen Gründen, kann und darf ich daran nicht mehr teilnehmen. Aber egal wo eine Feuerwehr meine Unterstützung sucht, bin ich gerne bereit zu helfen. Mein Leben ist und bleibt die Feuerwehr, denn es gibt nichts schöneres als seinen nächsten zu helfen. Deshalb meine bitte an die Bevölkerung, lasst eure Feuerwehr nicht im stich und helft ihnen zu überleben, denn Sie können jederzeit die nächsten sein, die auf die Hilfe der Feuerwehr zurück greifen müssen.

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