Future Convention 2019 – Die Zukunft war zu Besuch in Wiesloch

Verleihung Future Award 2019 an sechs ausgezeichnete Projekte

WIesloch, 08.09.2019 (red) Auf der Future Convention im Palatin in Wiesloch am 4. September konnten sich die Besucher über Ideen und Konzepte zur Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft informieren und in zahlreichen Vorträgen über die zukünftigen Herausforderungen diskutieren. 45 Finalisten um den Future Award 2019 präsentierten mit ihren Projekten „Zukunft zum Anfassen“. Sechs wurden am Abend ausgezeichnet.

 

Der Future Award wurde in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Zum zweiten Mal konnten die Besucher der Future Convention mitbestimmen, wer die Preisträger sein sollten. „Das Publikums-Voting verstärkt den Netzwerkcharakter der Future Convention. Es hat viele Gespräche unter den Besuchern ausgelöst, ganz im Sinne unseres Ziels, den interdisziplinären, branchenübergreifenden Dialog zu fördern. Anhand diesem Votings kann man deutlich sehen, wie wichtig es ist, mit den Erfindern persönlich zu sprechen und sich Hintergründe oder Motivationen erklären zu lassen.“, sagt Anja Basta, Leiterin der Zukunftsinitiativen des DVPT e.V. „Diese Initiative steht für Studierende und Unternehmen offen. Wir starten nun in die Planung für 2020 und freuen uns wieder über viele Partner, Unterstützer und natürlich ganz tolle innovative Ideen von Studierenden aus nationalen und internationalen Hochschulen.“ so Basta weiter.

 

Die sechs Gewinner des Future Award 2019:

1. Platz, 1.500,- Euro

„talking hands“, Laura Mohn, European School of Design Frankfurt

Gebärden Daumenkinos, damit Kinder mit Down-Syndrom zu Wort kommen. Ziel von „talking hands“ ist es, die Kommunikation mit Kindern, die aufgrund einer Behinderung nicht oder noch nicht sprechen können, zu erleichtern, ihnen die Frustration in der Kommunikation zu nehmen und dadurch ihre Mitteilungsfreudigkeit anzuregen. Dies sind wichtige Aspekte für die Integration der Kinder in die Gemeinschaft. Mehr Informationen

Laura Mohn

Laura Mohn

 

2. Platz, 1.000,- Euro

„KONTAKT“, Nina Hanselmann, University of Applied Sciences Darmstadt

Ein Handschuh, der seinen Nutzern Gehör und Stimme verleiht, übersetzt taktile Sprache in Lautsprache und umgekehrt, Lautsprache in Brailleschrift. Mehr Informationen

Nina Hanselmann

Nina Hanselmann

3. Platz, 500,- Euro

„IGNIS“, Tobias Trübenbacher, Universität der Künste Berlin

IGNIS bietet eine Lösung, wie Menschen weltweit Zugang zu nachhaltiger Energie und Licht erhalten können. Ein Tool, das die Hitze von Flammen nutzt, diese in Strom umwandelt und speichert, um überall dort Energie in Form von elektrischem Licht und Strom zur Verfügung zu stellen, wo es am meisten benötigt wird. Mehr Informationen

Tobias Trübenbacher

Tobias Trübenbacher

4. Platz, 250,- Euro

„zeltHAUS“, Marius Mersinger und Johan Ivan Litwitschenko, Frankfurt University of Applied Sciences

Ein zeltartiges System, das isoliert ist und eine absolut einfache und schnelle Möglichkeit bietet, einen Raum mit einem minimalen Bedarf an verschiedenen Bauelementen zu schaffen. Mehr Informationen

Tobias Trübenbacher

Tobias Trübenbacher

5. Platz, 250,- Euro

„MEAL-WORM as MEAL-NORM“, Tobias Trübenbacher, Universität der Künste Berlin

Dieses Projekt zielt darauf ab, den Konsum von Mehlwürmern in unserer Gesellschaft zu etablieren. Entwickelt wurde ein mobiler Wagen für den öffentlichen Raum, in dem die Insekten sowohl gezüchtet, als auch zubereitet und verteilt werden können. Menschen werden dabei aktiv auf den Straßen der Stadt in Kontakt mit dem ungewohnten Nahrungsmittel gebracht und dazu motiviert das unbekannte Nahrungsmittel zu probieren. Mehr Informationen

Patrick Mertens & Co.

Patrick Mertens & Co.

Partner-Sonderpreis, 500,- Euro, HappyOrNot

„RuuF – die erste APP speziell für die Bedürfnisse Obdachloser Menschen“, Patrick Mertens, Universität Mannheim

Ruuf soll die erste APP werden, welche speziell auf die Bedürfnisse obdachloser Menschen zugeschnitten ist. Ziel ist es primär den Obdachlosen alle verfügbaren Hilfsangebote in ihrer Nähe anzuzeigen, um Ihnen eine vollständige Transparenz der Hilfsangebote zu gewährleisten. Mehr Informationen

Schirmherrschaft: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Partner: BKK·VBU, Fink und Fuchs, Future Insitute, HappyOrNot, Spectos GmbH, Palatin Kongresshotel, Volksbank Kraichgau,

Supporter: Techniker Krankenkasse, Hubwerk01, Bildbrauerei, Ferrero, Granini, Innovation Origins, Schwarzwaldsprudel, StartersCapital, SRH Neckargemünd, Stephanies Schokoladenwelt, J.J. Darbouven und weitere

Akademische Partner: Hochschule der Wirtschaft für Management in Mannheim, Brüder Grimm Berufsakademie Hanau, ecosign Akademie für Gestaltung in Köln, Frankfurt University of Applied Sciences, European School of Design in Frankfurt

Über die Future Convention

Experience the Future! Auf der Future Convention werden Trends und Entwicklungen sichtbar und sie spiegelt die Bedürfnisse der Generation von morgen wider. Von Ideen in der Entwicklungsphase bis hin zum fertigen Start-up, bereichs- und branchenübergreifend, zum Anfassen und Erleben. Im Mittelpunkt der Future Convention steht der studentische Wettbewerb Future Award mit Innovation-Slam, Ausstellung der für den Future Award nominierten Projekte und abendlicher Preisverleihung. Sie bringt Nachwuchstalente, Wirtschaftsvertreter und potenzielle Investoren zusammen mit dem Ziel, Innovationen sichtbar zu machen, Wissen zur Optimierung bestehender Geschäftsmodelle zu vermitteln, Hochschulabsolventen und Start-ups zu fördern und die unternehmerischen wie gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Digitalisierung zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. www.future-convention.com

Über den Future Award

Der Future Award wird in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal verliehen. Der Wettbewerb um den Future Award ist der Einzige, an dem Studenten und Studentinnen aus ganz Europa, aus allen Semestern und allen Studiengängen teilnehmen können und dabei an keine besonderen Vorgaben für ihre Einreichungen gebunden sind. Ob pure Vision, umsetzungsreifer Business Case oder fertiges Innovationsprodukt, ob Einzel- oder Gruppenarbeit: Der Future Award als Initiative fördert ganzheitliches, interdisziplinäres Denken, zeigt Trends auf und spiegelt die Bedürfnisse der Generation von morgen wider. Die Plätze 1 bis 5 werden mit 3.500,- Euro dotiert. Daneben erwartet die Teilnehmer*innen weitere Geld- und Sachpreise von Partnern und wertvolles Feedback aus der Wirtschaft, um die Projekte weiter zu entwickeln. www.future-award.com

Über den DVPT

Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. (DVPT) vertritt die Interessen seiner Mitglieder im Sinne eines Anwenderfachverbandes und einer Verbraucherschutzorganisation. Er setzt sich für die Liberalisierung von Märkten, Vielfalt der Angebote und Chancengleichheit aller Geschäftsmodelle ein und führt eine neutrale und unabhängige Moderation zwischen den Anwendern und den Anbietern des Marktes im Sinne der Nutzer durch, um Innovationen und Marktentwicklungen zu fördern.

Die Zukunft zu Besuch in Wiesloch – In Wiesloch wird Zukunft gemacht

Anno 1888 führ Bertha Benz mit der „neusten Erfindung“ ihres Mannes Carl Benz bei der Pionierfahrt von Mannheim nach Pforzheim durch Wiesloch und musste bei der Stadtapotheke einen Tankstopp einlegen, wodurch die Stadtapotheke Wiesloch zur „ersten Tankstelle der Welt“ wurde. „Hätte es damals schon die Future Convention gegeben, wäre das Benz-Auto sicher unter den Finalisten gewesen“ so Oberbürgermeister Dirk Elkemann.

Future Convention – Erfreulich für Wiesloch, das Doppelzentrum Wiesloch-Walldorf sowie die ganze Metropolregion Rhein-Neckar. Aus unserer Region gingen bereits in der Vergangenheit viele Erfindungen und Innovationen in die Welt hinaus um diese nachhaltig zu Verändern.

Man denke an Karl Freiherr von Drais und das Ur-Fahrrad, die Laufmaschine oder Draisine (1817). Mit ihr wurde zum ersten Mal ein gelenktes Zweirad verwirklicht. Und wie schon genannt, Carl Benz der in Mannheim das Automobil erfand (1886). Aber auch beispielsweise an Christian Ferdinand Öchsle, dessen Öchslewaage alle Winzer brauchen. Oder auch an den Mannheimer Julius Hatry, der das erste Raketenflugzeug entwickelte.

Schutz gegen Kindesmissbrauch

Schutz gegen Kindesmissbrauch

Plexiglas, der Alleskleber UHU, Tempo, der weltweit erste elektrische Warmlufthändetrockner, das Solarium, der Büstehalter, die Klarsichtfolie, das Streichholz, der Fischer-Dübel, Leitz-Ordner, das Spaghettieis und vieles vieles mehr  – die Liste ließe sich lange fortführen.

Schnell wird einem deutlich, wenn man einen Blick in die Geschichte wirft, Tüftler und Erfinder aus Baden und Württemberg prägten und trieben mit ihren Erfindungen die technische Entwicklung der letzten zwei Jahrhunderte voran.

Gehhilfe neu erfunden

Gehhilfe neu erfunden

Was bringt die Zukunft? Ob Baden-Württemberg auch in der Zukunft das Erfinderland No 1 sein wird, wird wahrscheinlich schon in der heutigen Gegenwart entschieden. Baden-Württemberger haben in der Geschichte immer wieder ihren Erfindergeist bewiesen.

Trotz allen Widrigkeiten und Entbehrungen, mit denen beispielsweise Carl Benz kämpfen musste, gelang ihm mit seiner Erfindung der Durchbruch und eine Erfolgsgeschichte die Welt veränderte. Doch hätte Herr Benz damals nicht Menschen um sich gehabt wie seine Ehefrau Berta und andere die an ihn und seine Erfindung glaubten und investierten – wäre es wahrscheinlich anders gekommen.

Kommunikation mit taub-blinden Menschen

Kommunikation mit taubblinden Menschen mittels Handschuh

Heute brauchen die jungen Erfinder auch Unterstützung bei der Realisation ihrer Ideen oder auch der Überprüfung der Machbarkeit einer Idee. Es braucht Geldgeber d.h. Investoren die auch bereit sind sog. Risikokapital bereit zuzustellen. Bei Venture Capital ist Deutschland im Gegensatz zu den USA ein Entwicklungsland. In der IT und Internetbranche spielen Deutsche Unternehmen kaum eine Rolle.

Kein deutsches Unternehmen ist unter den sog. BIG-5 (Google, Amazon, Apple, Microsoft, Facebook). Mag man in anderen Bereichen noch Weltmarktführer sein, sollte man sich darauf allerdings nicht zu lange ausruhen. Forschung und Entwicklung sollten immer ganz nah bei der Produktion sein. Doch letztere wird in Zeiten der Globalisierung oft in’s günstigere Ausland verlagert. Umso erfreulicher wenn Unternehmen in unserer Region neue Innovationscenter schaffen und ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen hierher umsiedeln – so unlängst die Heidelberger Druckmaschinen AG.

Insektenstich mit dem Smartphone behandeln

Insektenstich mit dem Smartphone behandeln

Veranstaltungen wie die Future Convention können einen massgeblichen Anteil daran haben neue Erfindungen und Innovationen erfolgreich an den Markt zu bringen. Zum einen in dem nan den jungen Erfindern und Erfinderinnen eine Plattform bietet ihre Idee bekannt zumachen, sowie zum anderen hilft Kontakte zu knüpfen.

Unternehmerisches Denken, spielend erlernen

Unternehmerisches Denken, spielend erlernen

Neben Wagniskapital benötigen die Startups vorallem auch Know-How in Form von Beratung in den verschiedensten Bereichen, vom Businessplan bis zu Erfahrungen in Produktion und Vermarktung oder rechtlichen Aspekten.

Informationstechnologie und Datensicherheit

Informationstechnologie und Datensicherheit

Die Future Convention hilf  den Ausstellern die ihre Ideen an ihrem kleinen Stand ausstellen und auch auf der Bühne vorstellen, Feedback zu bekommen und sich direkt mit den Besuchern und Interessenten auszutauschen. Interessante Vorträge bereits erfolgreicher Startups sowie Buchautoren standen auch auf dem Programm.

Da dies die erste Veranstaltung im Palatin war, vermisste man doch einige Besucher aus der Region insbesondere Unternehmensvertreter. Begrüßenswert daher, daß zumindest das Palatin Kongresshotel und die Volksbank Kraichgau die Future Convention unterstützen. Für derartige Veranstaltungen scheint das Palatin optimal zu sein und ein Wiedersehen im nächsten Jahr wäre schön.

Schön wäre auch ein Gründerzentrum in Wiesloch, denn unsere Jugend ist sicher auch voller Ideen, wir müssen sie nur lassen! Ein bereits bestehendes Positivbeispiel ist die InnoWerft – Technologie- und Gründerzentrum Walldorf. Sie ist eine gemeinsame Initiative der SAP SE, der Stadt Walldorf und des FZI Forschungszentrums Informatik Karlsruhe.

Impressionen von der Future Convention 2019 im Palatin Wiesloch

Fotos: Robert Pastor

Veröffentlicht am 8. September 2019, 13:13
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=273241 

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