FDP: Ausbau des Walldorfer Kreuz wird zu Verkehrsbehinderungen führen

Ausbau des Walldorfer Kreuz wird zu Verkehrsbehinderungen führen

Symbolfoto: Rhein-Neckar-Aktuell

Im Zuge des Ausbaus des Walldorfer Kreuzes bei laufendem Betrieb befürchten die Freien Demokraten zahlreiche Mega-Staus in der Region, die auch die umliegenden Landes- und Bundesstraßen belasten werden. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg hat deshalb eine Anfrage zu den Auswirkungen des Bauprojekts auf die Verkehrslage an die Bundesregierung gestellt. Die Bundesregierung bestätigt in ihrer Antwort, dass während der Bauzeit mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden muss: „eventuell auch infolge Rückstaus aus dem nachgeordneten Netz, insbesondere am […] sogenannten Monsterknoten“. Der Bau einer temporären Behelfsausfahrt südlich der Anschlussstelle Walldorf mit direktem Anschluss an das dortige Gewerbegebiet werde nicht geplant. Jens Brandenburg MdB kritisiert: 

„Von der Antwort der Bundesregierung bin ich sehr enttäuscht. Das absehbare Verkehrschaos in der Region nimmt die Bundesregierung schulternzuckend zur Kenntnis. Das ist verantwortungslos. Vor allem am Walldorfer Monsterknoten und auf der L723 nach Rauenberg wird der Verkehr in der Bauzeit regelmäßig zusammenbrechen, wenn jetzt keine Lösung gefunden wird. Bund und Land müssen die verbleibende Zeit jetzt dringend nutzen, entlastende Maßnahmen zu erarbeiten. Auch eine vorübergehende Behelfsausfahrt an der A5 muss ernsthaft geprüft werden. Mit dem lapidaren Verweis auf eine angebliche Sicherheitsfragen macht es sich der Staatssekretär zu einfach. Ob eine Behelfsausfahrt die Sicherheitssituation nicht sogar verbessern würde, ist ohne genauere Prüfung völlig offen. Wenn die Bundesregierung so die Augen verschließt, ist das Land umso mehr gefragt.“ 

Daher bat Brandenburg FDP-Landtagskollegen Christian Jung, die Situation um das Walldorfer Kreuz im Landtag auf die Agenda zu setzen. Jung dazu:

„Die Megastaus in der Kurpfalz und darüber hinaus zum Beispiel in der Region Karlsruhe sind doch absehbar. Die grün-schwarze Landesregierung darf sich nicht länger vor einer Lösung drücken. Jung will jetzt beantfragen, den zuständigen Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) dazu im Landtag zu befragen. „Er soll uns erklären, wie er die Verkehrsbelastung am Monsterknoten des Walldorfer Kreuzes A5/A6 während des Umbaus im laufenden Betrieb mildern will und warum gute Vorschläge nicht einmal geprüft werden“, so Jung.

Veröffentlicht am 3. September 2021, 11:16
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=294104 

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