Circus Gebrüder Barelli – Leuchtende Kinderaugen bei Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren

Wiesloch, 16.03.2019 (rp) – Unser Bericht zur Premierenvorstellung 

Teilnehmerin des Internationale Zirkusfestival von Monte-Carlo

Teilnehmerin des Internationale Zirkusfestival von Monte-Carlo

Circus (von griechisch κίρκος oder κρίκος „Kreis“) – Bereits im antiken Rom war der Cirus eine außerordentlich beliebte Attraktion für die Stadtbevölkerung. Es fanden vorallem Wagenrennen und seltener Tierkämpfe der Gladiatoren statt. Doch Gladiatorenkämpfe und Löwen die Christen fressen klingt in unseren Zeiten spannender als Wagenrennen und Einzug der Gaukler und Artisten etc. Die Wiege des klassischen Zirkus in unserem heutigen Verständnis für den Wanderzirkus war das industrialisierte England. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts emanzipierte sich hier die Reitkunst vom höfischen oder militärischen Anlass. Erste Kunstreiter traten auf. 

Und zur Belohnung ein leckierlie

Und zur Belohnung ein leckierlie

Circus ist mehr als nur Tiere die Kunststücke vorführen

Bei dem Circus Gebrüder Barelli der aktuell in Wiesloch gastiert sind Raubtiere wie Tiger, Elefanten & Co. nicht vertreten. So wie die Medien das Thema „Kampfhunde“ immer wieder in die Schlagzeilen rücken, stehen auch Zirkustiere und ihre Besitzer im Fokus der Berichterstattung. Eben weil das Thema polarisiert. Und weil bestimmte Frames in den Kopfen vieler Menschen gesetzt sind. Weder die Kamele noch die Kühe oder andere Tiere mussten durch den Feuerring springen! Spass beiseite, bei diesem Circus sehe ich keine berechtigten Kritikpunkte. Vom Veterinäramt  wurde dem Circus Gebrüder Barelli die Bestnote bescheinigt.

Tiere sind treue Gefährten des Menschen. Bereits vor 5500 Jahren hat die Domestizierung des Pferdes begonnen. Der Mensch setzte sich in den Kopf, ausgerechnet diese leicht zu verschreckenden Fluchttiere zu seinem Helfer in Schlachten und Feldzügen zu machen. Ihn als sogenanntes Nutztier zur Arbeit auf dem Feld oder zur Beförderung einzusetzen. 

Zoro

Zoro und John Henry Barelli

Leuchtende Kinderaugen bei Akrobatik, Clownerie und Tierdressuren

„Kenya Boys“ eine der weltbesten afrikanischen Akrobatikgruppen sorgten für gute Stimmung und Erstaunen durch ihre dynamische und energiegeladene Darbietung. Das bereits gut beheizte Circuszelt bot bei dem kalten und verregneten Tag einen Ort der Entspannung und Unterhaltung jenseits aller elektronischen Medien.

Das Zusammenspiel von Illumination und verschiedener Showeffekte sowie der Live-Musik und dem abwechslungsreichen Programm erfreuten die Besucher sichtlich.

Timmy Barelli

Der schlaue Esel Manolito  und Timmy Barelli

Clown und Comedian Timmy Barelli sorgt schon alleine mit seiner Mimik und Gestik für ein Lachen auf den Lippen der Zuschauer. Alte Schule statt sog. Standup TV-Comedy. Zugegeben, eine rote Clownsnase hab ich schon ein bisschen vermisst. Die musikalischen Showeinlangen von Timmy Barelli sind beachtlich. Vollblut Entertainer wäre eine passende Bezeichnung.

Der sprichwörtlich „dumme Esel“ ist ganz schön schlau. Die Nummer mit dem Esel fand ich persönlich sehr interessant, denn mit Eseln kenne ich mich ein wenig aus. War auch schon Gassi mit zwei Eseln in Rauenbergs Weinbergen. Ich hatte schöne uns spassige Erlebnisse mit Esel Hannes und den beiden Eseldamen Laura und Linda im Tierpark Rauenberg (P.S. Freuen sich über jede Spende!). Meine Erfahrung war auch, wenn es Esel nicht weiter will. dann will er nicht weiter (-; …da hilft kein Schieben und Drücken, kein Gutzureden. Auch kein Leckerlie wie eine Möhre. Klar, fressen ja aber kein Schritt weiter. Der störische Esel eben. Aber ein ein freundliches, hochsensibles und intelligentes Tier. Auch mit Humor bzw. dem Quatschkopffaktor versehen, behaupte ich mal – und denke daran wie Hannes mir mal den Besen geklaut hat. Insofern, Esel im Circus unbedenklich; dieser Esel liebt sein Herrchen und hat Spass an der Show.

Mordsgaudi auch, wenn Timmy Barelli in die Rolle des Hirten schlüpft mit den Damen Heidi und Milka.

Franz Barelli

Franz Barelli

Franz Barelli ist der jüngere Bruder von Timmy und ein Meister seines Fachs er gehört zur Spitzenklasse europäischer Tierlehrer. Freiheitsdressuren edler Araber-Hengste und die Beschäftigung mit den Kamelen gehören zu seinem Aufgabengebiet.

Miss Salima

Miss Salima

Luftakrobatik mit einem Zauber an Magie, denn das Erlebnis im Circuszelt lässt sich im TV so nicht abbilden. Miss Salima auf einer phantastischen Flugreise an den langen Seidentüchern.

Während der Pause konnten sich die Besucher ein eigenes und direktes Bild der Tiere machen und diese auch streicheln. Alles freundliche und dem Menschen zugewandte Tiere die sich gerne begrüssen liessen.

Dankbar äusserte dich der Circusdirektor gegenüber der Stadt Wiesloch für die Auftrittsmöglichkeit sowie gegenüber dem Reitverein, der Stroh und Heu geliefert hat.

„Kenya Boys“

„Kenya Boys“

 

Fotos der Premierenvorstellung des Circus Gebrüder Barelli in Wiesloch:

Weitere Vorstellungen gibt es am heutigen Sonntag, um 11 und 15 Uhr, Freitag, 22., und Samstag, 23. März, jeweils um 15 und 19 Uhr und am Sonntag, 24. März, um 11 und 15 Uhr.

Das Wieslocher Kamelbaby

Das Wieslocher Kamelbaby

Am Sonntag lädt der Circus zur 15-Uhr-Vorstellung zum „Mutti-Tag“ mit freiem Eintritt für Mütter, die mit ihren Kindern den Circus besuchen, ein.  Ein besonderes Highlight – Das Baby der Kamel-Eltern Zabo und Tamare wird in der Manege getauft.

Text und Fotos: Robert Pastor

Veröffentlicht am 17. März 2019, 01:56
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=263156 

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