Walldorf: Wo Träume wahr werden – Sportlerehrung und Ehrenamtliche

Die Stadt Walldorf ehrte ehrenamtliche Engagierte und erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler

Seit dem Neujahrsempfang am 15. Januar ist Walldorf Fairtrade-Stadt. Und dass Fairness auch viel mit Sport und ehrenamtlichem Engagement zu tun hat, wurde beim großen Ehrungsabend der Stadt am 10. März in der Astoria-Halle deutlich und gerne zitiert.

Bürgermeisterin Christiane Staab erinnerte in ihrer Begrüßung vor vollem Saal daran, dass sich Walldorf – wie die Sportlerinnen und Sportler – mit „klarer Zielvorgabe im Sprint auf den Weg gemacht hat“, um Fairtrade-Stadt zu werden. Das Ziel im Januar bereits erreicht zu haben, sei „eine echte Mannschaftsleistung“ gewesen und die Verleihung der Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ wie eine Goldmedaille, meinte sei. Sie ließ auch keinen Zweifel daran, dass in Walldorf das „zwischenmenschliche Barometer auf schön stehe“, dank der spürbaren Mitmenschlichkeit, dank des Mitdenkens und Mitfühlens vieler ehrenamtlich Aktiver. Allen ehrenamtlich Engagierten dankte sie sehr herzlich für deren Fairness. „Ihr Ehrenamt ist nicht in Geld zu bemessen, stellt aber einen wesentlichen Reichtum und Schatz unserer Stadt, für unsere Stadtgesellschaft dar“, meine Christiane Staab anerkennend. „Ihr Einsatz ist der Gradmesser für die soziale Wärme und das gute Miteinander in Walldorf!“

Mit Karin Hornig, in Walldorf besser bekannt als „Oma Karin“, und Renate Günther konnte die Bürgermeisterin an diesem Abend zwei ehrenamtlich engagierte „Langstreckenläuferinnen“ würdigen und ihnen Urkunden überreichen. Wie der Gemeinderat in den Ehrungsrichtlinien festgelegt hat, handelt es sich hierbei um Personen, deren langjähriges und zeitintensives Wirken in die Öffentlichkeit hineinstrahlt. Im Falle von Karin Hornig konnte sich das Publikum gleich an diesem Abend davon überzeugen. Denn als äußerst kreative Designerin und Schneiderin der Kostüme für die Tanztruppen der Karnevalsgesellschaft Astoria Störche konnte man die schillernden Kostüme der „Flashdancers“ und die erdigen Outfits der Storchengarde, die sich in den Dschungel begab, im Showprogramm bewundern. „Vater und Mutter Hornig, Tochter und Sohn und auch Enkel sind eng mit der Walldorfer Fassenacht verbunden“, stellte Staab fest. Auch wenn Karin Hornig kein offizielles Mitglied der „Störche“ sei, schneidere sie bereits seit Ende der Siebziger Jahre Kostüme und gestalte auch Bühnendekoration und Vorhänge. In mehreren 10.000 Arbeitsstunden habe Karin Hornig hunderttausende Pailletten und mehrere Kilometer Faden verarbeitet. „Darüber hinaus ist sie seit Bestehen der Storchenküken deren Betreuerin und gute Seele“, wusste Christiane Staab. Zum „goldenen Ehrenstorch“, der höchsten Auszeichnung der Karnevalisten, gesellt sich nun noch die Urkunde der Stadt, dies auch für Karin Hornigs Engagement beim „Laufenden Seniorenbus“.
Karin Hornig mit Urkunde und Blumen – jetzt steht sie einmal auf der Bühne:

Renate Günther, die am Ehrungsabend nicht dabei sein konnte, wurde für ihr Engagement im Frauenchor der Constantia Walldorf geehrt. Sie zählt zu den Gründungsmitgliedern des Jahres 1976 und hat fast durchgehend die Interessen des Frauenchors von 1976 bis 2000 als deren Sprecherin vertreten. „Renate Günther hat damit die Entwicklung des Frauenchors ganz wesentlich beeinflusst und mit ihrer Arbeit die Grundlagen für eine erfolgreiche Entwicklung des Chors gelegt“, erklärte Christiane Staab. Darüber hinaus war Renate Günther über zwanzig Jahre im Besuchsdienst der Katholischen Pfarrgemeinde und von 1984 bis 2008 im Vorstandsteam der Katholischen Frauengemeinschaft aktiv. Seit 2005 wirkt sie auch in der Kleiderstube mit. Wie Karin Hornig gehöre auch Renate Günther zu einer Familie, die in der Walldorfer Vereinsarbeit wesentliche Impulse gelegt habe und nicht wegzudenken sei, so die Bürgermeisterin.

Wir ehren …

„Wir ehren …“ war im Verlauf des Abends noch häufig zu hören, als das Moderatoren-Duo mit „fair Lady“ Sabine Mayer-Kronenberger und Sportredakteur Claus Weber, rund 150 Sportlerinnen und Sportler auf die Bühne bat. Bürgermeisterin Christiane Staab verlieh diesen – assistiert von Spargelkönigin Chantal I. und Karnevalsprinzessin Stephanie I. – Plaketten und gratulierte herzlich zu den sportlichen Erfolgen des letzten Jahres. Nur wer bei Meisterschaften einen vorderen Platz belegt hat, wird von der Stadt geehrt. In zwei Ehrungsrunden erhielten erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler des Behindertensportvereins, der Box Arena, des FC-Astoria, des Motor-Sport-Clubs, des Schützenvereins, der SG Walldorf Astoria, der Tischtennisgemeinschaft, des Tennisclubs, des Schachvereins und der TSG Wiesloch Plaketten und lobende Worte.

Die Champions

Spannender Höhepunkt der Sportlerehrungen war die Bekanntgabe der Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2016. Den Anfang machten die Junioren mit ihren Talenten. „Männliches Talent 2016“ darf sich erneut der junge Schütze Nils Strubel nennen, der damit ins Schwarze getroffen hat und sich gegen den Leichtathleten Robert Brune von der SG Walldorf Astoria durchsetzte. Lilly Biermann, Turnerin der SG Walldorf Astoria, wurde „Weibliches Talent 2016“. Ihre Konkurrentin Denise Schreyer kam ebenfalls von der SG, allerdings aus der Sparte Leichtathletik. Die Fußballer der C1-Juniorenmannschaft des FC-Astoria Walldorf konnten den Abend als „Juniorenmannschaft 2016“ verlassen. Sie setzten sich gegen die U16-Juniorenmannschaft der SG-Leichtathleten und die E-Junioren der SG-Handballer durch sowie gegen die B-Juniorenmannschaft der Tischtennisgemeinschaft. Bei den Senioren holte die U23-Herrenmannschaft des FC-Astoria Walldorf sich den Titel der besten Mannschaft 2016 vor der Frauenstaffel der SG-Leichtathleten und der Verbandsliga-Mannschaft der Turnerinnen der SG Walldorf Astoria. Die sportliche Krone wurde einmal mehr Alena Kaltenmaier, Leichtathletin der SG Walldorf Astoria, als „Sportlerin des Jahres 2016“ verliehen. Die schnelle Läuferin  war dank ihrer vielen Erfolge förmlich auf das Siegertreppchen gesprintet. Ihre Konkurrentin war Elke Krumbholz von der Box-Arena Walldorf, die im Bankdrücken erste Plätze erreicht hatte. Mit seinen Leistungen hatte Thomas Keßler die Jury überzeugt und konnte sich über den Titel des „Sportlers des Jahres“ freuen. Er trainiert bei der SG Walldorf Astoria und überzeugte als fixer Läufer bei den Senioren-Weltmeisterschaften im australischen Perth einzeln und mit der Staffel. Er hatte damit die Nase vorn vor Hartmut Freund, der beim Behindertensportverein Walldorf zu den sehr erfolgreichen Tischtennisspielern gehört.

Bürgermeisterin Christiane Staab (re.) und Karnevalsprinzessin Stephanie I. mit den Sportlerinnen und Sportlern des Jahres 2016:

Glanz brachten aber nicht nur die engagierten Ehrenamtlichen und die vielen erfolgreichen Sportchampions auf die Bühne der Astoria-Halle, sondern auch die Mitwirkenden im Showprogramm. In ein wahres „Dschungelfieber“ tanzte sich die „Storchengarde“ mit viel Power und stampfendem Rhythmus, den das Publikum klatschend aufnahm. Bei den „Flashdancers“ spielte das Wetter verrückt. Vorsorglich kamen die Tänzerinnen mit Regenschirmen auf die Bühne. Doch die Sonne schien auch hier schon bald wieder, was bei der abwechslungsreichen Tanzshow auch nur gerecht war. Den tänzerischen Abschluss machte die „Swingtime Show“ der Showformation der Tanzschule Kronenberger. Die fünf Paare tanzten den „Kriminaltango“, beschworen den „kleinen grünen Kaktus“ und den „guten Freund“ der „Drei von der Tankstelle“, alles in größter Perfektion. Die „fliegenden“ Turnerinnen der SG SG Walldorf Astoria entfachten scheinbar völlig mühe- und schwerlos ein Feuerwerk an Salti – atemberaubend.

Sabrina Fackelli und Blub gaben sich zum dritten Mal die Ehre beim Ehrungsabend mit Blubs phantastischer Seifenblasenshow und Sabrinas springenden Seilen. Höhepunkt war aber Sabrinas faszinierende Sandmalerei mit maritimen Motiven, die sie mit ihren Händen aus dem Sand zu zaubern schien. Sabrina nahm das Publikum mit an den Strand und verleitete zum Träumen. „Wo Träume wahr werden – Walldorf“ malte sie in den Sand. Einige Medaillenträume dürften an diesem Abend wahr geworden sein.

Sabine Mayer-Kronenberger und Claus Weber führten durch den Abend

Die in die Badische Oberliga aufgestiegenen Turnerinnen der SG Walldorf Astoria lieferten eine atemberaubende Show

Sabrina Fackellis faszinierende Sandmalerei entführte das konzentriert zuschauende Publikum an den Strand

Text: Stadt Walldorf
Fotos: Pfeifer

 

Veröffentlicht am 19. März 2017, 06:00
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