Feuerwehren Dielheim & Horrenberg – Balzfeld trainieren im Brandcontainer

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(hjj) Die Kameraden der Feuerwehr trainieren für Ihre Sicherheit – bekanntlich ist Übung der beste Weg im Ernstfall nicht überrascht zu werden.

Hier eine Pressemitteilung der Feuerwehr Horrenberg / Balzfeld …

Dieses Wochenende wird der Satz „Jungs, zieht euch warm an, denn jetzt wird es verdammt heiß“ bei der FFW Horrenberg-Balzfeld nicht in Bezug auf die Balzfelder Geeleriewe Kerwe.

Denn die Feuerwehrmänner müssen sich am kommenden Wochenende überwinden, hautnah werden sie mit den lodernden Flammen konfrontiert, eine scheinbar unerträgliche Hitze steigt auf, dichter Rauch behindert die Sicht. Keiner kneift, alle gehen an ihre persönliche Leistungsgrenze.

Die Bedeutung des Atemschutzes bei den Feuerwehren steigt ständig. Fortschrittliche Technik und strenge Sicherheitsmaßnahmen haben Brandfälle in der heutigen Zeit mehr und mehr zur Ausnahmesituation gemacht. Da der Einsatz fast immer mit vielen Gefahren verbunden ist bei dem jeder Handgriff sitzen muss und somit gefährliche Situationen gemeistert werden müssen, ist das Training des Ernstfalls vor dem eigentlichen die beste Lebensversicherung. Nicht nur bei Industriebränden und Unfällen mit offensichtlich gefährlichen Stoffen ist dieser Selbstschutz unabdingbar. Schon bei kleineren Wohnungsbränden kann heute nicht mehr auf den Atemschutz verzichtet werden. Fast überall gibt es Stoffe, die beim Brand gefährliche Atemgifte entwickeln.

Auf diese Situation werden vom 6.-8. November 2015 die Feuerwehrleute der Gemeinde vorbereitet. In einem Brandcontainer der Firma „FEUERCON“ wird der Innenangriff bei verschiedenen Bränden simuliert. Bei einer „heißen Brandbekämpfung“ lassen sich die Entwicklung eines Brandes sehr gut beobachten und das Verhalten der Löschkräfte kann analysiert werden.

Für den Einsatz eines jeden ist die volle Montur Voraussetzung, das heißt: Schutzanzug mit Überjacke, Atemschutzmaske, Brandschutzhaube, Helm, Handschuhe, Sicherheitsstiefel und das knapp 20 Kilogramm schwere Atemschutzgerät. Wer den Feuerschutz nicht exakt anlegt, die Atemschutzmaske nicht gut von der Flammschutzhaube umschlossen trägt und die Jacke nicht bis zum Anschlag zu hat, der wird dies sehr schnell und empfindlich spüren. Die Feuerwehrleute sind körperlich eingeengt, nicht so beweglich. Spätestens beim Öffnen der Brandraumtür, wenn die erste Rauchdurchzündung den Teilnehmern entgegenschlägt ist vergessen, dass es sich hierbei nur um eine Übung handelt. Es entsteht eine reale Stresssituation, in der der Körper innerhalb weniger Minuten bis zu zwei Liter Flüssigkeit verliert. Es kostet Überwindung, aber im Ernstfall müssen die Feuerwehrleute auch in das Gebäude hinein gehen.

Für die Floriansjünger ist es besonders wichtig, Ruhe zu bewahren und überlegt zu handeln. Im verrauchten Brandraum herrschen Temperaturen von bis zu 300 Grad. In gebückter Haltung rücken die Trupps, bestehend aus zwei Atemschutzträgern, vor. Übungsziel ist es, den Geräteträgern unter Aufsicht die eigenen Grenzen aufzuzeigen, sie an die Wärme zu gewöhnen und die Schutzausrüstung und Einsatztechnik auszuprobieren. Kritische Situationen erkennen und sich selbst nicht zu überschätzen ist für die Atemschutzträger sehr wichtig.

Bei einem solchen Training kann man hier Fehler korrigieren – im Ernstfall hätte der Feuerwehrmann verloren. Hier ist der genannte „Flash-Over“ eine der größten Todesfallen: in den heutzutage so gut isolierten Häusern und Wohnungen findet kein Wärmeaustausch mehr nach außen statt. Selbst bei dem augenscheinlich relativ harmlosen Brand eines Sessels können hier rasch Temperaturen im Raum von 650 Grad entstehen. Dies ist bei geschlossener Tür nach ca. 10-12 Minuten der Fall. Genau dem Zeitpunkt, zu dem die Feuerwehrmänner vor der Raumtüre stehen. Wenn diese dann die Türe öffnen, entsteht durch die Zufuhr von Sauerstoff eine schlagartige Entzündung der Rauchgase und somit eine Explosion. Bislang kennen dieses Szenario die meisten Feuerwehrangehörigen nur aus der Theorie und genau durch solch ein Training kann das Risiko letztlich erheblich gemindert werden.

Wir trainieren für Ihre und unsere Sicherheit – seien Sie dabei !

Hier die Übungszeiten :

Freitag 6.11.2015 von 15 Uhr bis 19 Uhr – Samstag 7.11.2015 von 8 Uhr bis 18 Uhr  und

Sonntag 8.11.2015 von 8 Uhr bis 18 Uhr auf dem Festplatz in Dielheim

Die Feuerwehrkameraden würden sich über ein reges Interesse der Bevölkerung an ihrer Arbeit und Fortbildung freuen !

Bildmaterial stammt aus den letzten Jahreshauptübungen der Feuerwehren Gesamt-Gemeinde Dielheim!

Zusammenstellung :Hans-Joachim Janik – www.kraichgaulokal.de

Raiffeisenbank-Wiesloch-Baiertal

Soeben habe ich noch Fotomaterial der „Feuercon GmbH“  erhalten, die ich, mit deren freundlicher Genehmigung, nachreichen möchte !

Veröffentlicht am 4. November 2015, 14:18
Kurz-URL: http://www.wiwa-lokal.de/?p=144026 

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